Vorsteuerabzug für Selbstständige

Vorsteuerabzug für Selbstständige

Wer nicht die von der Kleinunternehmerreglung Gebrauch macht, kann von den Vorteilen des Abzugs der Vorsteuer profitieren.

Einem Kleinunternehmer ist dies von Vornherein untersagt, er darf die
Umsatzsteuer nicht einmal auf seinen Rechnungen ausweisen.

Der Vorsteuerabzugbringt aber tatsächlich einige Vorteile mit sich und ist vor allem für die Selbstständigen sinnvoll, die im Jahr der Gründung oder auch danach noch hohe Investitionen planen.

Wer also zum Beispiel eine komplette Büroeinrichtung erwerben möchte, muss darauf die Vorsteuer zahlen.

Bei einer Summe von 5000 Euro sind das immerhin 950 Euro.

Diese Vorsteuer kann sich ein Kleinunternehmer nicht mehr zurückholen, es ist praktisch verlorenes Geld, zumindest aus wirtschaftlicher Sicht für ihn.

Besteht nun aber die Chance zur Verrechnung der Vorsteuer, so kann sie sich anteilig oder vollständig zurückgeholt werden.

Der Selbstständige bekommt für seine Leistungen 12.000 Euro.
Darauf kann er die Umsatzsteuer erheben. Bei einer Umsatzsteuer von 19 Prozent sind das 2.280 Euro.

Die gesamten Einnahmen belaufen sich also auf 14.280 Euro. Verrechnet er nun Umsatzsteuer und Vorsteuer, so ergibt sich immer noch ein Plus von 1330 Euro.

Wäre die Umsatzsteuer also nicht erhoben worden, so hätten die Honorare nur 12.000 Euro betragen, die Ausgaben für die Vorsteuer aber immer noch 950 Euro.

Hier stehen den 950 Euro minus ein Plus von 1330 Euro gegenüber.

Vorsteuerabzug auch für Existenzgründer von Vorteil

Nicht nur für Existenzgründer ist das keine unerhebliche Summe.

Natürlich stehen bestimmte Anschaffungen für den Selbstständigen nicht in jedem Jahr an, daher ist dieses Beispiel nicht als allgemeingültig zu sehen.

Auch, wenn es sich um die Übernahme eines bereits bestehenden Gewerbes handelt, kann es sein, dass größere Investitionen erst einmal gar nicht nötig sind.

Daher gilt es tatsächlich, sich vor der Entscheidung für oder gegen die Kleinunternehmerregelung genau Gedanken zu machen und abzuwägen, welche Variante die bessere für das eigene Unternehmen ist.

Wirtschaftlich gesehen macht der Vorsteuerabzug schon bei kleinen Summen Sinn, allerdings steht dem natürlich der höhere Aufwand an Bürokratie bei der Gewinnermittlung gegenüber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.