Vorsteuer, Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer

Vorsteuer, Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer?

Genau genommen könnte man sagen, dass es sich immer um das gleiche Geld handelt, egal, ob nun von der Umsatzsteuer, der Vorsteuer oder der Mehrwertsteuer die Rede ist.

Vor allem die Begriffe der Umsatz- und der Mehrwertsteuer werden synonym gebraucht und haben an keiner Stelle in den verschiedenen Zahlungsvorgängen oder Forderungseinzügen des Selbstständigen eine andere Bedeutung.

Die Umsatzsteuer wird für alle Waren und Dienstleistungen erhoben, wobei sie sich unterscheidet.

Auf Lebensmittel, Bücher und einige Dienstleistungen werden nur sieben Prozent Mehrwertsteuer erhoben, auf alle anderen Produkte oder Leistungen müssen satte 19 Prozent Steuer gezahlt werden (vormals 16 Prozent).

Wenn der Selbstständige nun also eine Leistung erbringt, so kann er auf diesen Nettobetrag die Umsatzsteuer aufrechnen.
So ergibt sich der Bruttobetrag, den der Kunde letzten Endes zahlen muss.

Teilweise kann es auch sein, dass die Mehrwertsteuer entfallen darf, dies ist etwa bei Briefmarken der Fall oder auch bei Weiterbildungen.

Für letztere ist aber wichtig, dass sie der beruflichen Fortbildung dienen, andernfalls müssen sie mit der Umsatzsteuer belastet werden.

 

Die Vorsteuer für Selbstständige

Die Vorsteuer nun muss vom Selbstständigen selbst gezahlt werden, wenn er für sein Unternehmen eine Investition tätigt oder Waren sowie Dienstleistungen einkauft.

Aus seiner Sicht ist es die Vorsteuer, aus der Sicht des Verkäufers die Umsatzsteuer.

Daran sieht man am deutlichsten, dass es sich um das gleiche Geld handelt, schließlich ist es immer der gleiche prozentuale Anteil des Nettobetrages, der gezahlt werden muss, beziehungsweise der eingenommen wird.

Der Selbstständige zahlt die Vorsteuer, kann sie sich aber über die Umsatzsteuer wieder zurückholen und sie so verrechnen.

Dafür ist jedoch Voraussetzung, dass es sich bei dem Selbstständigen nicht um einen Kleinunternehmer handelt, denn als solcher dürfte er nicht von der Verrechnung der Umsatzsteuer Gebrauch machen.

Er dürfte dann auch keine Umsatzsteuer erheben, sie dürfte nicht einmal auf der Rechnung erscheinen.

Die Vorsteuer hat für eine Privatperson keine Bedeutung, ist lediglich für den Gewerbetreibenden relevant. Die Privatperson muss nur die Umsatzsteuer zahlen, hat aber keine Möglichkeit, diese Ausgabe wieder zu verrechnen.

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