Krise und die Mitarbeiter

Unternehmer-Krise und die Mitarbeiter

Wenn Sie sich als Unternehmer bzw. Selbstständiger in der Krise befinden – beziehungsweise sich Ihr Unternehmen in einer Krise befindet – so weihen Sie die Mitarbeiter am besten ein.
Auch hier währt Ehrlichkeit am längsten, denn die Mitarbeiter wissen ohnehin, wenn etwas nicht stimmt.

Sie bekommen schließlich mit, wenn die Lieferanten anrufen und nach dem ausbleibenden Geld fragen.

Sie sind am Telefon, wenn sich Rechtsanwälte oder Inkassobüros melden und sie sehen die gelben Briefe, die auf Mahnungen oder Klageandrohungen hinweisen.

Sie brauchen Ihre Mitarbeiter und zwar nicht nur zur Erledigung der alltäglichen Aufgaben, sondern auch als Unterstützung.

Ein Mitarbeiter, der nur etwas vermutet, wird vielleicht falsche Schlüsse ziehen und reagiert am Telefon gegenüber einem aufgebrachten Anrufer völlig anders als jemand, der genau Bescheid weiß.

Vorschläge zur Verbesserung mit Mitarbeitern besprechen

Bitten Sie Ihre Mitarbeiter nicht, für Sie zu lügen, denn das dürfen Sie zum einen nicht verlangen, zum anderen schieben Sie damit einen großen Teil Verantwortung auf die Schultern der Mitarbeiter, was auch nicht so ganz fair ist.

Sprechen Sie die Krise an, bitten Sie um Vorschläge zur Verbesserung der Situation und beziehen die Mitarbeiter soweit es geht mit ein.

Weisen Sie auch darauf hin, dass es zu Kündigungen kommen kann, Sie aber alles daran setzen, dass es nicht so weit kommt und dass Sie versuchen werden, gemeinsam eine Lösung zu finden.

Es muss versucht werden, dass die Krise erst einmal intern bleibt, den Kunden gegenüber darf sich niemand etwas anmerken lassen.

Der Grund dafür ist klar:
Wer als Kunde davon ausgeht, dass selbst die Mitarbeiter durch eine Krise belastet sind, wird dem Unternehmen kaum noch einen Auftrag erteilen.

Schließlich weiß man ja nicht, ob der Auftrag noch ausgeführt werden kann oder ob das Unternehmen oder der Selbstständige vorher Insolvenz anmelden muss, oder?

Die Folge sind weiter ausbleibende Aufträge, weniger Geld und ein noch höherer Druck, Fixkosten und Gläubiger nicht bezahlen zu können.

Unternehmer-Krise möglichst nicht nach außen tragen

Im Prinzip sägen die Mitarbeiter an ihrem eigenen Stuhl, wenn sie die Krise nach außen tragen.

Allerdings darf es nicht soweit gehen, dass die Mitarbeiter bei Laune gehalten werden müssen, damit sie sich nicht gegen den Chef auflehnen.

Wenn das passiert, ist das Vertrauensverhältnis ohnehin bereits gestört und eine Trennung vom Mitarbeiter dürfte in dem Fall die beste Lösung sein.

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