weiter abwärts

Es geht weiter abwärts als Selbstständiger

Eine Zeitlang kann es nach dem Prinzip Hoffnung gehen und Sie als Selbstständiger können versuchen, weiterzuleben und zu hoffen, dass es wieder aufwärts geht.

Man denke nur einmal an die letzte Finanzkrise, als viele Unternehmen sich nur geradeso über Wasser halten konnten und nun angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs kaum noch wissen, wie sie der Vielzahl der Aufträge noch Herr werden sollen.

Das ist natürlich nicht immer so und irgendwann ist die Hoffnung auch erschöpft – und die Kraft des Unternehmers.

Soll das Unternehmen nicht gleich aufgegeben werden, muss Hilfe her.

Verschaffen Sie sich Unterstützung von Dritten.

Versuchen Sie, Finanzmittel aufzutreiben

Fragen Sie Freunde und Bekannte oder auch Geschäftspartner um Möglichkeiten der Unterstützung.

Holen Sie sich einen Coach, der Ihnen zeigt, wie sie an welcher Stelle wirtschaftlicher arbeiten können.

Erstellen Sie gemeinsam mit einem Berater einen Finanzplan, aus dem ersichtlich wird, welche Kosten wann auf Sie zukommen, wie die aktuellen Außenstände aussehen und wann mit Einnahmen frühestens zu rechnen ist – wenn solche überhaupt anstehen.

Legen Sie sich einen Notfallplan zurecht, der im Ernstfall zum Einsatz kommt

Insolvenz als Selbstständiger anmelden oder eine rechtzeitige Schließung des Unternehmens in Erwägung ziehen?
Hier zeigt sich auch der Vorteil einer GbR gegenüber einer GmbH.

Steht ein großer Forderungsfall an, der nicht beglichen werden kann, kann die GbR weiter agieren, die GmbH muss Insolvenz anmelden.

Sicherlich könnte ein Insolvenzverwalter das Unternehmen auch wieder auf Kurs bringen, doch sicher ist das nicht.

Mit dem Weitermachen besteht immer noch die Chance, dass es wieder aufwärts gehen kann.

Sehen Sie die Sache aber unbedingt realistisch, denn niemandem ist geholfen, wenn gehofft wird bis zum Letzten, obwohl längst absehbar ist, dass es keine andere Lösung gibt als die Schließung des Unternehmens.

Als Selbstständiger in die Privatinsolvenz gehen

Bei einer Einzelgesellschaft muss keine Insolvenz angemeldet werden, der Betreffende geht automatisch in die Privatinsolvenz.

Ob das für Sie in Frage kommen könnte, müssen Sie selbst entscheiden.

Denn wenn Sie zu Ihren Freunden oder Bekannten gehen, bei denen Sie sich Geld geliehen haben und ihnen mitteilen müssen, dass Sie leider insolvent sind und sie Pech hätten, dürfte das für die Freundschaft nicht gerade zuträglich sein.

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