Rechnung Kleinunternehmer

Rechnung als Selbstständiger erstellen

Die Rechnung, die ein Kleinunternehmer ausstellt, kann von der üblichen Rechnung differieren, welche von einem großen Unternehmen ausgestellt wird.
So ist es nicht erforderlich, dass auf der Rechnung eine Umsatzsteuer ausgewiesen wird.

Weder der Umsatzsteuersatz – 7 oder 19 % – müssen angegeben werden, noch die Summe.

Allerdings ist der Kleinunternehmer auch nicht dazu berechtigt, die Vorsteuer abzuziehen.

Auf der Rechnung muss der Selbstständige dann allerdings vermerken, dass er von der Kleinunternehmerregelung nach § 19 Gebrauch macht und so keine Umsatzsteuer aufgeführt wird.
Dieser rechtliche Hinweis muss gegeben sein.

Wird die Umsatzsteuer dennoch aufgeführt, so ist es vorgeschrieben, dass diese an das Finanzamt abgeführt werden muss.

Im Folgenden wird der Selbstständige dann vom Finanzamt dazu veranlagt, die Umsatzsteuer künftig immer auszuweisen, die Vorsteuer abzuziehen und eine Umsatzsteuervoranmeldung in regelmäßigen, vorgeschriebenen Abständen zu machen. Er wird nach der Regelbesteuerung behandelt und genießt die Vorteile des Kleinunternehmers nicht mehr.

Was muss die Rechnung eines Selbstständigen, der nach der Kleinunternehmerregelung handelt, denn nun eigentlich enthalten?

Rechnung des Kleinunternehmers

1. Kompletter Name und Adresse des Selbstständigen
2. Steuer-IDNr. des Selbstständigen
3. Datum der Rechnung
4. Kompletter Name und Adresse des Rechnung-Empfängers
5. Rechnungsnummer (fortlaufend)
6. Zeitpunkt der Leistungserbringen (bei längerfristigen Aufträgen auch der Zeitraum)
7. Rechnungsbetrag
8. Hinweis auf die Steuerbefreiung
12. Zahlungstext wie
– Gründe für eine Minderung des Entgeltes (Skonto, Rabatt)
– Bankverbindung des Selbstständigen

Wird durch den Selbstständigen eine Rechnung ausgestellt, die über eine An- oder Vorauszahlung lautet, so muss der genaue Zeitpunkt dieser Vorauszahlung genannt werden. Allerdings darf dieser nicht mit dem Datum der Rechnungslegung überein stimmen.

Weitere Angaben sind auf einer Rechnung eines Kleinunternehmers nicht vonnöten.
Die Rechnung muss ebenso, wie andere Rechnungen, im Original zugestellt werden.

Will der Selbstständige seine Leistungen nicht nur für Kunden aus dem Inland anbieten, so muss er eine Umsatzsteuer beantragen.

Dies geschieht beim zuständigen Finanzamt, bei welchem auch die Anmeldung der Selbstständigkeit vorgenommen wurde.

Nur, wenn diese Umsatzsteuernummer auf der Auslandsrechnung erscheint, ist sie von der Steuer befreit.

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