Rechnung für das EU-Ausland

Rechnung in das EU-Ausland

Im Großen und Ganzen müssen sich Rechnungen, die an einen Empfänger im Ausland adressiert sind, an die formalen Richtlinien halten, die auch für Inlandsrechnungen gelten.
Bei den so genannten innergemeinschaftlichen Leistungen fällt übrigens keine Umsatzsteuer an.

Mit der Bezeichnung innergemeinschaftlich werden Leistungen und Lieferungen betitelt, die in einem Land der Europäischen Union erbracht wurden und die in ein anderes EU Land geliefert werden.
Dabei wird keine Umsatzsteuer angesetzt.

Voraussetzung dafür ist aber, dass das Unternehmen des Rechnungsempfängers im EU Ausland ansässig ist und dort auch eine Umsatzsteuernummer besitzt.

Die Rechnung des Selbstständigen, der die Leistung erbracht hat, kann so über die Nettosumme lauten.

Angegeben werden müssen aber beide Steuernummern und es muss der Hinweis auf eine eventuelle Versteuerung seitens des Empfängers gegeben werden.

Diese Information kann in deutscher Sprache angegeben werden, allerdings ist es aufgrund des besseren Verständnisses empfehlenswert, sie in englischer Sprache zu geben.

Noch besser ist natürlich das Nutzen der Landessprache.

So sind Irrtümer ausgeschlossen und der Gewerbetreibende ist seiner Pflicht zur Information nachgekommen.

Bespiel einer Rechnung für das EU-Ausland

1. vollständiger Name und komplette Anschrift des Selbstständigen
2. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) des Selbstständigen
3. Datum der Rechnung
4. vollständiger Firmenname und komplette Anschrift des Kunden
5. fortlaufende Rechnungs-Nummer
6. Rechnungsbetrag und Zeitpunkt der Lieferung
7. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) des Kunden
8. Hinweis auf umsatzsteuerfrei und internationale Bankverbindung

Nicht vergessen werden darf der Zahlungsweg, der nicht einfach mit dem normalen
deutschen Girokonto angegeben werden kann.
Für den internationalen Zahlungsverkehr gilt, dass auf der Rechnung ein International Bank Account angegeben werden muss, über den die Zahlungen laufen können.

Teilweise kann es übrigens in Bezug auf die Gebühren günstiger sein, ein Konto im betreffenden Ausland zu eröffnen und das Geld dann zwischen diesen beiden Geschäftskonten zu transferieren, als nur ein deutsches Konto anzugeben.

Dies ist allerdings nur umsetzbar, wenn sich die Zusammenarbeit auf das eine Land beschränkt.

Die Umsätze, die mit den Handelsbeziehungen im Ausland erwirtschaftet werden, müssen dem Finanzamt gemeldet werden.

Dies geschieht getrennt von der Umsatzsteuervoranmeldung.
Außerdem muss das Bundeszentralamt für Steuern informiert werden, indem die „zusammenfassenden Meldungen“ dorthin gesandt werden.

Für den internationalen Handelsverkehr ist übrigens die Umsatzsteueridentifikationsnummer zu beantragen, was bereits bei der Anmeldung als Selbstständiger gegenüber dem Finanzamt geschehen kann.

Wenn sich aber erst später abzeichnet, dass sich ausländische Beziehungen ergeben, so kann diese Nummer auch noch später beantragt werden.

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