Konto-Pfändung

Die Pfändung des Kontos des Selbstständigen

Irgendwann stellt sich das Problem, dass Zahlungen nicht mehr getätigt werden können, auch die Einigung mit dem Gerichtsvollzieher platzt vielleicht.

Nun steht die Pfändung des Kontos an.
Gut zu wissen ist, dass die Bank nicht über eine Sperrung des Kontos oder über eine etwaige Pfändung desselben informieren muss, weil sie wohl sie scheinbar davon ausgeht, dass der Betreffende selbst am besten über seine Schulden Bescheid wissen müsste.

Wenn der Fall eingetreten ist und das Konto des Selbstständigen gepfändet wurde, so wird es erst wieder freigegeben, wenn die Forderung beglichen wurde.

In der Zwischenzeit können Sie nicht über das Konto als Gewerbetereibende oder Selbstständiger verfügen.

So können zwar Gutschriften eingehen, diese sind aber für Sie gesperrt und werden zum Ausgleich der Forderungen eingesetzt.

Die Höhe der Forderung spielt dabei keine Rolle, auch wenn es sich nur um 50 Euro handelt, kann das Konto gepfändet werden.

Es ist zudem nicht wichtig, ob das Konto im Minus oder im Plus ist.

Ein Plus ist natürlich günstiger, weil die Forderungen so schneller ausgeglichen werden können.
Eine Pfändung verhindert das aber nicht.

 

Wie reagieren Sie als Selbstständiger auf die Kontopfändigung?

Wie Sie als Selbstständiger auf die Pfändungen reagieren, kann unterschiedlich sein und hängt davon ab, in welcher Höhe sich die Forderungen belaufen.

Wenn auf dem Konto ausreichend Geld vorhanden ist um die Forderung zu begleichen, so müssen Sie lediglich der Bank Bescheid geben.

Sie bekommen dann ein Formular zugesendet, auf dem Sie die Bitte um die Überweisung formulieren können und das Konto des Gläubigers angeben.

Ein Zurücksenden per Fax reicht in der Regel.

Die Bank überweist dann den fälligen Betrag und das Konto wird wieder freigegeben.

Wenn das Konto des Selbstständigen nicht mehr ausreichend gedeckt ist, muss erst für den Ausgleich gesorgt werden.
Ist dieser erfolgt, wird wie eben beschrieben mit dem Formular verfahren.

Bei Sperrung des Kontos können keine Lastschriften und Überweisungen getätigt werden

Wenn das Konto nicht mehr gedeckt ist und auch kein Geld für einen Ausgleich vorhanden ist, muss das Konto für das Gewerbe bzw. Unternehmen gesperrt bleiben.

Das hat aber zur Folge, dass sämtliche Lastschriften nicht ausgeführt werden können und dass auch keine Überweisungen getätigt werden können.

Gutschriften kommen zwar an, es kann aber nicht über sie verfügt werden.
So steht das Geld, mit dem Sie vielleicht gerechnet haben, nicht zur Verfügung.

Es kann daher sinnvoll sein, ein zweites Konto – zum Beispiel ein GbR-Konto mit Ihrem Geschäftspartner – auf Rechnungen anzugeben, auf das die Gutschriften laufen können.

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