Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld für Selbstständige

Für Arbeitnehmerinnen gilt, dass sie die Mutterschutzfristen einhalten müssen.

Das heißt, sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt dürfen sie nicht arbeiten.

Wobei es noch Ausnahmen gibt, die aber nur das Beschäftigungsverbot vor der Geburt betreffen:

In Absprache mit dem Arbeitgeber kann die werdende Mutter auch in der Mutterschutzfrist arbeiten, wenn sie dazu gesundheitlich in der Lage ist.

Gesundheitsgefährdende Tätigkeiten oder der Umgang mit schädlichen Stoffen sind schon vorher durch den Mutterschutz untersagt.

Arbeitnehmerinnen sind aber nicht mehr verpflichtet, in der Zeit des Mutterschutzes zu arbeiten.

 

Für Selbstständige gelten die Mutterschutzfristen nicht

Anders liegt die Sache bei Selbstständigen:

Für sie gelten die Mutterschutzfristen nicht, sie müssen selbst einschätzen, ob sie sich dazu in der Lage fühlen zu arbeiten oder ob sie sich eher schonen möchten.

Nach der Geburt gilt das ebenso, auch hier pausieren, die meisten selbstständigen Mütter nur kurze Zeit, um dann zumindest stundenweise wieder in den Beruf einzusteigen.

Während für Arbeitnehmerinnen in der Zeit nach der Geburt absolutes Beschäftigungsverbot gilt, sie also auch nicht nebenbei arbeiten und demnach auch nicht nebenberuflich selbstständig sein dürfen – zumindest bis zum Ende der Mutterschutzfrist – können sich Selbstständige dem eigenen Unternehmen wieder widmen.

Wer vor der Geburt nicht in Arbeit stand, kann auch direkt danach zum Beispiel an der Umsetzung einer Geschäftsidee arbeiten.

Die Frage ist dabei lediglich, ob sich die frisch gebackene Mutter dazu in der Lage fühlt.

Wer als Selbstständige kein Mutterschaftsgeld bezieht, bekommt das Elterngeld ab der Geburt des Kindes ausgezahlt.

 

Ist die Selbstständige in der GKV besteht Anspruch auf Mutterschaftsgeld

Ist die Frau allerdings Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse und hatte auch Anspruch auf Mutterschaftsgeld (gilt immer dann, wenn auch ein Anspruch auf Krankengeld besteht), so wird das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet.

Meist wird dieses dann erst ab dem dritten Monat nach der Geburt gezahlt.

Wer privat krankenversichert ist, hat in der Regel auch keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, es sei denn, es wurden bei Vertragsschluss entsprechende Vereinbarungen mit der Krankenkasse getroffen.

Wer in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist und Anspruch auf Mutterschaftsgeld hat, bezieht dieses in Höhe des üblichen Krankengeldes. Das sind 70 Prozent des Bruttoeinkommens.

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