künstlerisches Handwerk

Selbstständig mit einem künstlerischen Handwerk

Auch für die so genannten künstlerischen Handwerke wird kein Meisterbrief für die Selbstständigkeit benötigt.

Solche Handwerke sind die des Fotografen, des Gold- oder Silberschmieds, des Töpfers, Keramikhersteller oder des Bildhauers.

Der Grund dafür ist der, dass in Artikel 5 des Grundgesetzes festgehalten ist, dass Kunst, Forschung und Lehre sowie Wissenschaft grundsätzlich frei sind.

Wer als Künstler auftritt, muss auch kein Gewerbe anmelden.

Er gilt dann als Freiberufler mit all den Vorteilen, die dieser Status mit sich bringt.

Allerdings kann sich niemand hinstellen und behaupten, dass er nun Künstler sei.

Dafür ist eine eingehende Beurteilung notwendig.

Dabei wird die Person als solche berücksichtigt, ihr Werdegang, die Ausbildung sowie die Begabung werden beleuchtet.

Die Art des Unternehmens spielt ebenfalls eine Rolle.

Wer produktionsorientiert arbeitet und das auch in seiner Betriebsausstattung, beispielsweise über den Maschinenpark, deutlich macht, muss damit rechnen, dass er als Gewerbetreibender und nicht als Künstler eingestuft wird.

Nicht zur Kunst gerechnet wird das Kunstgewerbe. Entscheidend für die Zuordnung zu den künstlerischen Tätigkeiten ist die eigene schöpferische Gestaltung.

Das jeweilige Medium dient der Ausdruckskraft des Künstlers und soll seine Erfahrungen und Erlebnisse darstellen.

Phantasie und Kunstverstand wirken zusammen und bringen so Kunst hervor.

Kunst soll also die Persönlichkeit des Künstlers präsentieren, weniger eine Mitteilung sein.
Unterschieden werden muss also zwischen der Kunst, bei der Einzelstücke produziert werden, die etwas vom Künstler darstellen sollen und der Kunst in Serienfertigung.

Wer im Kunstgewerbe tätig ist, wird nicht als Freiberufler anerkannt, sondern er muss ein Gewerbe anmelden.

Das heißt, sobald klar wird, dass die Kunstwerke in Serie produziert werden sollen, wird das Ganze gewerblich eingestuft. Ein Meisterbrief ist dennoch für die Anmeldung nicht erforderlich.

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