Kredit für Selbstständige

Der Kredit für den Selbstständigen

Der Inhalt dieser Seite:
1. Varianten und Voraussetzungen für einen Kredit
2. Kreditwüdigkeitsprüfung beim Selbstständigen
3. Kreditrating beim Firmenkreditgeschäft
4. Sicherheiten und Bürgschaften des Selbständigen
5. Der Kontokorrent-Kredit für den Selbstständigen
6. Investitionskredit für Selbstständige
7. Der Autokredit für den Selbstständigen

Varianten und Voraussetzungen für einen Kredit

Selbstständige sind selten in der Lage, sämtliche Investitionen mit Eigenmitteln zu bestreiten.

Wer in die Selbstständigkeit startet und vielleicht mit dem Rechner am heimischen Schreibtisch auskommt, mag keinen Kredit benötigen.

Wer aber Maschinen und Anlagen anschaffen muss, wer in eine hochwertige Büroausstattung, in Software und Betriebsmittel investieren will, kommt ohne ein Darlehen meist nicht aus.

Varianten der Kredite für Selbstständige

Für einen Kredit kommen unterschiedliche Anlaufstellen in Frage. So wird der Gang zur Hausbank sicherlich der erste sein.

Doch ohne einen Vergleich sollte kein Kreditvertrag geschlossen werden.

Daher gilt es, sich auch von anderen Banken Angebote einzuholen.

Dabei sollten die Direktbanken nicht vergessen werden, denn die so genannten Online-Kredite bieten oftmals die besten Konditionen.

Auch Förderkredite sind denkbar, wenn ein entsprechendes Programm zum Beispiel bei der KfW angeboten wird.

Vielleicht kommt auch ein Privatkredit in Frage, etwa dann, wenn die Kreditwürdigkeitsprüfung bei der Bank ein schlechtes Rating erbracht hat.

Unterschieden wird im Bankwesen zwischen verschiedenen Arten von Krediten.

So sind der Investitionskredit, der Ratenkredit, der Wechselkredit oder auch der Autokredit geläufige Begriffe.

Allerdings wird für den Kredit, den ein Selbstständiger beantragt, häufig eine unterschiedliche Bezeichnung verwendet, die aber immer ein und dasselbe meint:

So gibt es den Geschäftskredit, den Unternehmerkredit sowie den Firmenkredit für einen Selbstständigen zur Auswahl.
Diese Bezeichnungen werden meist bankenintern verwendet.

Voraussetzungen für einen Kredit

Wer als Selbstständiger einen Kredit beantragen möchte, muss sich hierfür einiges an Zeit einplanen.

Zu umfangreich sind die Vorbereitungen sowie die Voraussetzungen für einen Kredit, zumindest, wenn dieser in einer bestimmten Höhe sein soll.

Für sehr geringe Summen ist oft auch ein Sofortkredit zu bekommen, die Höhe wird hier von den Kreditinstituten unterschiedlich festgelegt.

Nach dem Ausfüllen des Kreditantrags erfolgt eine Bonitätsprüfung seitens der Bank, bei der die Zahlungsfähigkeit des Antragstellers eingeschätzt wird.

Darauf erfolgt das Kreditrating, bei dem die wirtschaftlichen Fähigkeiten des Selbstständigen eingeschätzt und bewertet werden.

Er bekommt einen bestimmten Rang zugewiesen.
Nach diesem Rang wird nicht nur entschieden, ob der Kredit überhaupt bewilligt wird, sondern auch, in welcher Höhe die Zinsen festgesetzt werden.

Natürlich muss ein Kreditantragsteller mit Sicherheiten aufwarten, denn mit der Feststellung derselben geht die Bank zu einem gewissen Maße sicher, dass aus einem normalen Kredit kein notleidender Kredit wird.

Das würde bedeuten, dass die Rückzahlung des Darlehens nicht mehr gesichert ist und die Bank auf ihren Forderungen sitzen bleibt.

Die Kreditwürdigkeitsprüfung beim Selbstständigen

 

Wer als Selbstständiger einen Kredit bekommen möchte, muss dafür eine Vielzahl von Vorgängen in Kauf nehmen.

Das beginnt bei der Angebotseinholung, geht über die reine Antragstellung bis hin zur Prüfung der Bonität und der vorhandenen Sicherheiten.

Nicht zu vergessen das Kreditrating natürlich, mit dessen Hilfe nicht wenige Banken die Konditionen für einen Kredit festlegen.

 

Benötigte Unterlagen für den Kredit

Geht es um die Prüfung der Kreditwürdigkeit, so verlangt die Bank viele verschiedene Unterlagen.

So können Steuerbescheide, externe Auskünfte, Auskünfte über die Kontoführung, Gesellschaftsverträge, Auszüge aus öffentlichen Registern, Jahresabschlüssen oder auch unternehmensinternes Zahlenmaterial verlangt und verwendet werden.

Mit Hilfe der Steuerbescheide etwa kann die Bank beurteilen, wie die wirtschaftliche Situation eines Selbstständigen aussieht.

Auskünfte über die Kontoführung werden in erster Linie von den Kunden herangezogen, die schon Kunde des betreffenden Kreditinstituts sind.

Externe Auskünfte sind zum Beispiel Einträge in der Schufa oder in anderen Auskunfteien, mit dessen Hilfe sich zum Beispiel bediente Kredite beurteilen lassen.

Durch die Gesellschaftsverträge kann die Bank rechtliche Grundlagen, wie etwa Haftungsregelungen, einsehen.

Die Auszüge aus den öffentlichen Registern geben Auskunft darüber, wie es um Rechtsverhältnisse des Unternehmens bestellt ist, sofern diese das Kreditgeschäft betreffen.

Kreditwürdigkeit

Zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit wird eine so genannte Unternehmensbeurteilung durchgeführt.

Hier werden die Produkte und Märkte des Unternehmens, seine Marktchancen sowie eventuelle Risiken herangezogen.
Für einen Existenzgründer bedeutet das, dass er diese Punkte in seinem Businessplan genauestens ausführen muss.

Auskünfte und Hilfestellungen erhält er diesbezüglich auch durch eine Unternehmensberatung oder durch eine Existenzgründerberatung.

Dargestellt werden muss zudem, wie sich das Unternehmen voraussichtlich entwickeln wird und wie es um die aktuelle Situation bestellt ist.
Das bedeutet, dass eine gegenwartsbezogene sowie eine zukunftsbezogene Analyse notwendig sind.

Herangezogen werden bestimmten Kennziffern, die zum Beispiel die Kapitalstruktur betreffen.
Damit wird eine Aussage über die Dispositionsfreiheit des Unternehmens möglich.

Die Vermögensstruktur gibt Auskunft darüber, wie es um Anlagen und Fixkosten bestellt ist. Zudem wird überprüft, in welchem Verhältnis der Kreditwunsch und die Fähigkeit des Selbstständigen, auch kurzfristige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, stehen.

Bei der Unternehmensanalyse wird überdies berechnet, wie es mit dem Rückfluss des investierten Kapitals aussieht und in welchem Maße das Unternehmen in der Lage ist, sich selbst zu finanzieren.

Viele dieser Punkte werden im Finanzierungsgespräch mit der Bank geklärt, wobei die Bank natürlich nicht jeden ihrer Bewertungspunkte offen darlegt.

Kreditrating beim Firmenkreditgeschäft

 

Beim Kreditrating handelt es sich um ein standardisiertes Verfahren.

Das bedeutet, es werden damit anhand festgelegter Kriterien die Fähigkeiten des Selbstständigen eingeschätzt, jetzt und in Zukunft seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Mit Hilfe des Ratings soll ermittelt werden, wie hoch die Ausfallwahrscheinlichkeit ist.

Das bedeutet, dass sich die Banken mit diesem Rating zum gewissen Maße absichern wollen, dass sie ihr Geld auch wirklich wiederbekommen.

 

Das Ratingsystem

Es gibt bankeninterne Ratingsysteme, die aber alle dazu führen, dass eine zuverlässige Einschätzung der vorhandenen Risiken des Kreditgeschäfts getätigt werden kann.

Somit sollen die Banken in der Lage sein, möglichst früh zu erkennen, ob es Risiken gibt und wenn ja, in welchem Maße.

Damit bilden die Ratingsystem die Basis für alle Entscheidungen im Kreditgeschäft.

Die Kreditüberwachung wird überdies deutlich erleichtert.

Das Ratings wird übrigens nicht nur bei der Antragstellung auf einen Kredit des Selbstständigen vorgenommen, sondern auch im Rahmen der ständigen Prüfung eines Kredits.

Das heißt, auch nach Jahren kann ein Kreditnehmer einer solchen Bewertung unterzogen werden, obgleich er bereits seit langer Zeit monatlich seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt.

Verschiedene Komponenten werden beim Rating berücksichtigt.

Die Bewertung

Die einzelnen Komponenten werden einer Bewertung unterzogen.

Dann erfolgt die Bewertung der wirtschaftlichen Bonität anhand der Ratingergebnisse.

Somit erhält der Selbstständige einen Rang zugewiesen, auf dessen Basis dann eine Kreditentscheidung getroffen werden kann.

Das Rating wird entweder in Zahlen oder in Buchstaben abgebildet. Jemand, der sehr gut geratet wurde, kann also als AA oder mit 18 Punkten bewertet werden. Dies nur als Beispiel, bankenintern werden häufig auch andere Ratingskalen verwendet.

Für einen Selbstständigen kann es bei einem schlechten Ranking schwierig sein, bei einer anderen Bank oder Sparkasse einen Kredit zu bekommen.

Denn viele Banken geben untereinander Auskünfte heraus und wenn ein Selbstständiger einen Kreditantrag abgelehnt bekommen hat, wird dies den anderen Banken mitgeteilt.

Daher wird häufig empfohlen, bei verschiedenen Banken gleichzeitig einen Kreditantrag zu stellen.
So kann die Frage, ob schon einmal ein Antrag abgelehnt wurde, zumindest zu dem Zeitpunkt der Antragstellung ehrlich mit einem Nein beantwortet werden.

Sicherheiten und Bürgschaften des Selbständigen

 

Wer als Selbstständiger einen Kredit beantragt, muss mit entsprechenden Sicherheiten aufwarten.

Andernfalls wird von Vornherein festgelegt, dass kein Kredit vergeben wird.

Wer keine ausreichenden Sicherheiten vorweisen kann, kann eventuell mit Bürgschaften punkten, denn diese werden von den Banken ebenfalls angenommen.

Bürgschaften dienen der Besicherung des Kredits

Kreditinstitute wie Banken und Sparkassen nehmen die so genannten selbstschuldnerischen Bürgschaften zur Besicherung eines Kredits an.

Wenn der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen also nicht mehr nachkommt, kann die Bank den Bürgen direkt in Anspruch nehmen.

In der Regel werden Höchstbürgschaften angenommen, bei denen Zinsen und Kosten bereits mit eingeschlossen sind.

Der Bürge muss einen Bürgschaftsvertrag unterzeichnen und damit bestimmten Vereinbarungen zustimmen.

So zum Beispiel, dass die Bürgschaft zeitlich unbefristet gilt oder dass die Ansprüche der Bank weder ganz noch zum Teil auf den Bürgen übergehen, solange der Kredit nicht vollständig abgedeckt ist. Leistet der Bürge bis dahin Zahlungen, so werden die als Sicherheitsleistungen verbucht.

Der Bürge muss bis zum genannten Bürgschaftsbetrag haften, das heißt, er muss nicht zwingend für den gesamten Kredit haften.

 

Sicherheiten

Als Besicherungen für einen Kredit kommen unter anderem die Sicherungsabtretungen sowie die Sicherungsübereignungen in Frage.
Darüber hinaus gibt es die Grundschulden.

Die Sicherungsabtretung erfolgt bei Forderungen aus Leistungen und Warenlieferungen, wobei für die Bank gewisse Risiken enthalten sind.
So kann es zum Beispiel sein, dass der Kreditnehmer die Zahlungen seiner Schuldner nicht an die Bank weiterleitet, diese also ihr Geld nicht erhält.

Damit so etwas nicht auftritt, wird in der Regel die Kontoführung des Kreditnehmers überwacht.

Der Selbstständige muss somit damit rechnen, dass sein Konto einer ständigen Beobachtung unterliegt.

Sicherungsübereignungen werden für Maschinen und Einrichtungsgegenstände vorgenommen. Sie werden mit Markierungen gekennzeichnet und es wird ein Sicherungsübereignungsvertrag geschlossen.

Auch Waren oder Vorräte können einer Sicherungsübereignung unterzogen werden, wobei zwischen einem Lager mit festem Bestand und einem Lager mit wechselndem Bestand unterschieden wird.

Risiken für die Bank bestehen unter anderem im Preis- und Wertrückgang der übereigneten Gegenstände oder durch die Gefahr einer Doppelübereignung, weil vorher bereits andere Kreditinstitute ihr Recht geltend gemacht haben.

Kommt es zu einer Insolvenz des Selbstständigen, hat die Bank keinen Zugriff mehr auf die sicherungsübereigneten Waren und Gegenstände.

Damit soll verhindert werden, dass das Unternehmen zu einer Fortführung der Tätigkeiten nicht mehr in der Lage wäre.

Der Kontokorrent-Kredit für den Selbstständigen

 

Für einen Selbstständigen stellt der Kontokorrent-Kredit eine Variante eines kurzfristigen Kredits dar.

Das heißt, der Kredit wird für eine gewisse Zeitspanne vergeben, wobei diese auf wenige Monate oder Jahre angelegt ist.

Die Höhe des Kontokorrent-Kredits ist in der Regel begrenzt.

Das Wesen des Kontokorrent-Kredits

Der Kontokorrent-Kredit wird dafür eingesetzt, dass betriebliche Leistungen durch den Selbstständigen finanziert werden können.

Dafür werden feste Bedingungen, wie Zahlungstermine, Ratenhöhe, Restzahlungen, tilgungsfreie Zeiten, Zinshöhe oder Sonderzahlungen, festgelegt.

In der Regel beschränkt sich der Kontokorrent-Kredit auf ein Jahr, wobei auch längere Zeiträume möglich sind.

Das ist insbesondere dann der Fall, wenn eine tilgungsfreie Zeit vereinbart wird.

Wenn der Kreditnehmer, also der Selbstständige, eine ordnungsgemäße Kontoführung nachweisen kann, sind die Bank oder Sparkasse in der Regel dazu bereit, Zugeständnisse betreffs der Dauer des Kredits oder der Höhe der monatlichen Raten zu machen.

Der Kontokorrent-Kredit würde im Grunde genommen aufgrund seiner geringen Laufzeit den Banken kaum einen Gewinn bringen.

Daher sind die Zinsen vergleichsweise hoch.

Wer auf lange Sicht gesehen mehr Geld benötigt, sollte daher über andere Formen der Finanzen als Selbstständiger nachdenken.
Eventuell kann ein mittelfristiger Kredit gewinnbringender sein.

Die Arten des Kontokorrent-Kredits

Beim Kontokorrent-Kredit werden verschiedene Arten unterschieden.

So gibt es den Betriebsmittel- oder Umsatzkredit.

Dieser wird dazu verwendet, nötige Einkäufe zu tätigen, wie zum Beispiel Büro- und Betriebsmittel zu kaufen.

Damit soll der Selbstständige außerdem in der Lage sein, durch sofortiges Begleichen seiner Lieferantenrechnungen dort gewährte Skonti in Anspruch nehmen zu können.
Der Kredit wird aus den erzielten Umsätzen zurückgezahlt.

Wer als Selbstständiger saisonal einen höheren Geldbedarf hat, kann einen so genannten Saison-Kredit in Anspruch nehmen.
Damit wird die Zeit überbrückt, in er kein Umsatz gemacht wird, aber Einkäufe getätigt werden müssen.

Beim Überziehungskredit, der in etwa dem Dispo für Privatbürger entspricht, kann das Konto des Selbstständigen bis zum vereinbarten Limit überzogen werden. Dafür fallen Überziehungszinsen an, die je nach Bank recht hoch sein können.

Mit Hilfe des Zwischenkredits kann ein langfristiges Darlehen abgelöst werden. Wenn noch keine Anschlussfinanzierung feststeht, dient der Zwischenkredit somit der Überbrückungsfinanzierung.

Investitionskredit für Selbstständige

 

Investitionskredite werden zur Anschaffung von Anlagen und Maschinen, Grundstücken oder Transporteinrichtungen benötigt.

Sie haben eine besonders lange Laufzeit und können viele Jahre dauern.

Die Laufzeit des Investitionskredits entspricht meist dem Zeitraum, der für die Abschreibung des jeweiligen Gutes angesetzt wird.

Dies stellt sicher, dass die Tilgungsraten aus den Abschreibungserlösen finanziert werden können.

 

Besonderheiten bei Selbstständigen

Investitionskredite für Selbstständige können sogar noch längere Laufzeiten haben, als Investitionskredite für Unternehmen.

So sind Laufzeiten von bis zu 18 Jahren durchaus üblich.

Es werden damit unter anderem Praxiseinrichtungen bei Ärzten, Steuerberatern, Anwälten oder Notaren finanziert.

Gewährt wird der Investitionskredit dann in Form eines Annuitätendarlehens oder auch als Festdarlehen.

Die Selbstständigen können aber in den seltensten Fällen eine so genannte Nullfinanzierung vornehmen.

Seitens der Bank wird von ihnen erwartet, dass sie sich an den Kosten beteiligen und einen Teil der Investition durch Eigenkapital realisieren.

 

Sicherungen und Vorteile

Natürlich möchte sich die kreditgebende Bank gegen Zahlungsausfälle absichern.

Das erreicht sie damit, dass Sicherheiten oder Bürgschaften verlangt werden.

So kann die Einrichtung, die mit dem Kredit finanziert werden soll, in Form einer Sicherungsübereignung an die Bank gehen.

Auch die Abtretung von Ansprüchen aus einer Lebensversicherung ist durchaus üblich.

Teilweise können auch Honorarforderungen abgetreten werden, wie das zum Beispiel bei Ärzten üblich ist.

Als langfristiger Kredit bringt der Investitionskredit einige Vorteile für den Selbstständigen mit sich. So ist es ihm damit möglich, langfristig zu kalkulieren.

Der Kredit stellt eine feste monatliche Belastung dar, mit der der Selbstständige rechnen kann und die er auf jeden Fall einnehmen muss.

Er muss sein Honorar also so kalkulieren, dass die üblichen Betriebskosten sowie die Aufwendungen für den Investitionskredit dabei herauskommen.

Wenn der Selbstständige den Kredit regelmäßig bedient wird, erhöht er damit seine Bonität.

Das heißt, wenn er wieder in die Lage kommt, einen Kredit beantragen zu müssen, so wird natürlich seine Bonität überprüft.

Diese Kreditwürdigkeitsprüfung wird unter Heranziehung der Auskunfteien vorgenommen, wie etwa der Schufa.

Ist hier der Investitionskredit eingetragen und werden die monatlichen Tilgungsraten regelmäßig bedient, so gereicht dies dem Selbstständigen zum Vorteil.

Schließlich scheint er verlässlich seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Autokredit für den Selbstständigen

 

Der Selbstständige ist vielleicht nicht in jedem Fall auf ein Auto angewiesen.

Wer seine Geschäfte allein vom Büro aus führt und selten zu Kundenterminen muss, kommt sicherlich mit dem privaten Fahrzeug aus.

Wer aber Transportmöglichkeiten braucht oder häufig unterwegs ist, kommt um ein Firmenfahrzeug nicht herum.

Dies ist für einen Selbstständigen auch sinnvoll, denn er kann die Raten, die er für den Autokredit ausgibt, von der Steuer absetzen.
Im Rahmen der Abschreibung kann er so sein Auto finanzieren, ohne selbst dabei Minus zu machen.

Bedingungen für den Autokredit

Der Autokredit für den Selbstständigen unterscheidet sich nicht von dem Kredit, der einer Privatperson für den Kauf eines Autos gewährt wird.

Das heißt, auch hier muss die Volljährigkeit vorliegen und es muss ein geregeltes Einkommen nachgewiesen werden.

Das ist für einen Selbstständigen mitunter schwierig, vor allem dann, wenn er noch kein gestandenes Unternehmen führt.

Wer sich am Anfang seiner beruflichen Karriere als Selbstständiger befindet, muss anhand der wenigen vorliegenden Zahlen beweisen, dass er in der Lage ist, einen Kredit auch zurückzuzahlen.

Vor der Vergabe des Autokredits wird die Bank überprüfen, ob es zum Beispiel in der Schufa einen negativen Eintrag über den Selbstständigen gibt.

Laufende Kredite sind nicht negativ, wohl aber Einträge über gekündigte Kredite, nicht beglichene Rechnungen oder auch andere offene Forderungen.

 

Feste Limits und Regelungen

Der Autokredit ist direkt an das Auto gebunden.

Das heißt, er wird aufgenommen, damit ein bestimmtes Fahrzeug gekauft werden kann.

In der Regel muss der Fahrzeugbrief bei der Bank hinterlegt werden.

Er wird erst an den Fahrzeugbesitzer ausgehändigt, wenn der Selbstständige den Kredit restlos getilgt ist.

Dies stellt manchmal ein Problem beim Wiederverkauf dar, denn Ab- und Ummeldungen sowie Besitzerwechsel gestalten sich mitunter schwierig, wenn der Fahrzeugbrief nicht verfügbar ist.

Je nach Einkommen und festgelegter Bonität wird eine Höchstsumme für den Autokredit festgelegt.

Das heißt, der Selbstständige kann mit einem sehr geringen Einkommen nicht den Traumporsche finanzieren, den er vielleicht gern fahren würde.

Die Rückzahlung des Autokredits wird wie bei einem üblichen Ratenkredit gehandhabt, feste monatliche Raten werden vereinbart.
Außerdem sind meist Sonderzahlungen möglich, ebenso die vorzeitige Ablöse des Kredits.

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