Kleinstbetrag-Rechnung erstellen

Kleinstbetragrechnung erstellen

Nicht immer kann der Selbstständige Lieferungen oder Leistungen in Rechnung stellen, die über mehr als 150 Euro lauten.
Alle Beträge, die sich auf eine geringere Summe belaufen, werden als Kleinstbeträge bezeichnet.

Genau genommen muss solch eine Rechnung nicht einmal ausgestellt werden, sofern sie von der Steuer befreit ist.

Wer also als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit ist, muss über Kleinstbetrag-Rechnungen keinen Beleg ausstellen.

Allerdings empfiehlt es sich dennoch, eine Rechnung schriftlich zu stellen, schon allein aus Gründen der Ablage und der eigenen Belegorganisation.

Wenn die Bücher durchgesehen werden und Buchungen ohne Beleg auftauchen, führt das schnell zu der Frage, woher das betreffende Geld stammt.

Beispiel für eine Kleinstbetragrechnung

Im Gegensatz zu einer normalen Rechnung kann bei einer Kleinstbetrag-Rechnung
auf viele Angaben verzichtet werden, die ansonsten angegeben werden müssen.

So kann auf die Steuernummer verzichtet werden, auf eine fortlaufende Rechnungsnummer und auf den Zeitpunkt der Erbringung der Leistung oder Lieferung.

Soll gemahnt werden, weil der Kunde die Zahlung schuldig bleibt, so ist es allerdings besser, wenn die Rechnung über ein Datum der Lieferung verfügt.

Nicht verzichtet werden kann auf die Nennung von Namen und Adresse des Selbstständigen sowie des Empfängers. Rechnungsdatum und Betreff müssen ebenfalls vorhanden sein.
Das Bruttoentgelt muss genannt werden. Ist der Selbstständige dazu verpflichtet, die Umsatzsteuer auszuweisen, muss der Umsatzsteuersatz ebenso erscheinen, wie die Summe, die die Umsatzsteuer ausmacht. Ansonsten wird der Vermerk über das Fehlen der Umsatzsteuer laut § 19 ausgewiesen.

Wie bei „großen“ Rechnungen üblich, wird auch bei Kleinstbetrag-Rechnungen in der Regel nicht darauf verzichtet, weitere Informationen zu geben.

So wird die vollständige Adresse im Allgemeinen genannt, auch wenn sie nicht gefordert wird. Außerdem erscheinen weitere Daten zur Kontaktierung, wie Internetadresse, E-Mail oder Durchwahl und Name des zuständigen Bearbeiters.

Diese Angaben sind nicht zwingend vorgeschrieben, sie erleichtern aber deutlich die Zusammenarbeit zwischen Selbstständigen und Auftraggeber.

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