Selbstständiger in Insolvenz

Insolvenz als Selbstständiger

Die Geschäftsidee war gut, allerdings fanden das die Kunden weniger.
Oder es wurde ein hoher Kredit als Selbstständiger aufgenommen, der mit dem doch geringer als geplant ausgefallenen Gewinn nicht mehr bedient werden können.

Die wirtschaftliche Lage hat sich allgemein verschlechtert und die Kunden bleiben weg.

Gründe gibt es viele, warum ein Unternehmen weniger gut läuft, als anfänglich geplant.

Auch nach vielen Jahren der Geschäftstätigkeit kann sich das wirtschaftliche Klima umwandeln und der Selbstständige der Insolvenz entgegen gehen.

Grundsätzlich hat jeder Gläubiger das Recht, einen Antrag auf Insolvenz einzureichen.

Entgegen der gängigen Meinung ist es für einen Selbstständigen aber auch möglich, eine Privatinsolvenz zu beantragen.

Dann unterliegen auch die privaten Schulden dem Insolvenzverfahren.

Nach dem Verfahren und dem Ablauf der so genannten Wohlverhaltensperiode ist es dann möglich, gänzlich schuldenfrei der Zukunft entgegen zu sehen.

Häufig ist es so, dass ein Selbstständiger noch versucht, seine Lieferanten zu bezahlen, denn ohne Lieferung der Rohstoffe oder der Grundprodukte ist es nicht möglich, das Geschäft überhaupt am Laufen zu halten.

Die Schulden beim Finanzamt und der Krankenkasse unbedingt begleichen

Das Finanzamt steht dann vielleicht erst einmal hinten an, auch die eigene Krankenversicherung wird als eher unwichtig angesehen – mit fatalen Folgen.
Denn beides sind Gläubiger, die so gar keinen Spaß verstehen und auf die Zahlung pochen.

Der Insolvenzantrag ist schnell eingereicht und durch die Verschärfung des Insolvenzgesetzes wird auch schneller zu diesem Mittel gegriffen.

Die Privatinsolvenz als Selbstständiger

Der Selbstständige wird meist unter das so genannte Regel-Insolvenzverfahren fallen, denn sein Einkommen sowie seine Vermögensverhältnisse dürften in den meisten Fällen nicht überschaubar sein.

Der Antrag auf die Einleitung eines Insolvenzverfahrens kann aber nicht nur durch den Gläubiger gestellt werden.

Will der Selbstständige eine Privatinsolvenz einleiten, dann stellt er in der Regel selbst den Antrag.

Insolvenzplan und regelmäßige Zahlungen an die Gläubiger ist eine Lösung

Er hat aber die Chance, auch weiterhin selbstständig tätig zu sein, wenn auf der Gläubigerversammlung dem zugestimmt wird.

Dann muss ein Insolvenzplan vorgelegt werden, der regelmäßige Zahlungen in bestimmter Höhe oder abhängig vom Gewinn an die Gläubiger vorsieht.

Durch die Freigabe des Geschäftsbetriebes wird selbiger aus der Insolvenzmasse herausgenommen und der Selbstständige kann auch weiterhin arbeiten.

Er muss nun lediglich feste Zahlungen entrichten, deren Höhe unabhängig von einem eventuellen Gewinn des Selbstständigen festgelegt werden.

Erwirtschaftet er einen Gewinn darüber hinaus, ist das für sein Unternehmen von Vorteil.
Nach dem Ablauf der Wohlverhaltensfrist kann das Unternehmen dann wieder weitergeführt werden.

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