Hartz IV

Hartz IV und Selbstständigkeit

Wer Arbeitslosengeld II bezieht – besser bekannt als Hartz IV – hat es leichter, eine nebenberufliche Selbstständigkeit aufzunehmen.

Hintergrund ist, dass es dem Staat darauf ankommt, möglichst viele Bezieher von ALG II in die Arbeit zu vermitteln.

Wenn das erst einmal nur über eine Nebenberuflichkeit geht – auch in Ordnung.

Schließlich kann daraus auch eine Hauptberuflichkeit entstehen.

Warum also Steine in den Weg legen?

Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung und Rentenversicherung werden auch für die nebenberuflich Selbstständigen weiter getragen.

Das gilt für gesetzlich Versicherte ebenso, wie für die Menschen, die privat im Basistarif versichert sind.

Der Verdienst aus der selbstständigen Tätigkeit wird aber angerechnet und es muss überprüft werden, ob dieser nicht so hoch ist, dass ein Anspruch auf Hartz IV gar nicht mehr besteht.

Noch einen weiteren Vorteil hat der Bezug von ALG II Empfängern für die selbstständige Tätigkeit.

Es kann versucht werden, das Einstiegsgeld zu bekommen.

Mit dessen Hilfe lässt sich eine gewisse Infrastruktur für das eigene Unternehmen aufbauen und so kann eventuell schon bald der Start in die hauptberufliche Selbstständigkeit erfolgen.

 

Selbstständige mit zu niedrigem Einkommen sollten Hartz IV beantragen

Übrigens gilt das Hartz IV nicht als spezielle Leistung nur für Arbeitslose, sondern für all jene, die nicht in der Lage sind, das Existenzminimum zu decken.

Immer wird zuerst überprüft, ob nicht Sparguthaben vorhanden ist und ob es einige Möglichkeiten gibt, Kapitalanlagen zu Geld zu machen.

Bei der Überprüfung wird auch berücksichtigt, welches Einkommen zur Verfügung steht. Stellt sich dabei heraus, dass dieses zu niedrig ist, kann der Erhalt von ALG II gewährt werden.

In der Regel führt diese Regelung aber dazu, dass die Einkünfte, die aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit resultieren, auf das Hartz IV angerechnet werden und dass dieses so geschmälert wird.

Für Empfänger von Hartz IV gelten bestimmte Freibeträge, die berücksichtigt werden müssen.

Diese können vom Gewinn einbehalten werden.

Bei der Anrechnung der Ausgaben gilt übrigens, dass diese unbedingt mit dem Fallmanager besprochen werden sollten.
Sind die Ausgaben zu hoch, kann es sein, dass sie nicht anerkannt werden und so der Gewinn erhöht wird.

Dies wiederum bewirkt, dass das ALG II gekürzt werden kann.

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