Gewerbekredit

Der Gewerbekredit

Unter der Bezeichnung Gewerbekredit werden Kredite vergeben, die sich direkt an Selbstständige und Unternehmen richten.

Damit soll ein gewisser finanzieller Spielraum erreicht werden, mit dessen Hilfe Anschaffungen und Investitionen getätigt werden können.

Teilweise wird ein Kredit auch dann aufgenommen, damit das Eigenkapital erhöht werden kann, was wiederum die Verhandlungsposition mit den Banken stärkt.

Eine solche Möglichkeit bietet sich für den Selbstständigen durch ein Programm der KfW, mit dessen Hilfe anderen Banken gegenüber Eigenkapital vorgewiesen werden kann.

 

Geschäftskredite für Selbstständige im Vergleich

Bedingungen für den Gewerbekredit

Als Voraussetzung für den Erhalt eines Gewerbekredits gilt natürlich, dass der Selbstständige als solcher gemeldet ist.

Mit dem Gewerbekredit kann dann der Liquiditätsbedarf gedeckt werden, der für kurz- und mittelfristige Investitionen nötig ist.

Das Geld aus dem Kredit wird direkt auf das Konto des Selbstständigen gezahlt, so dass der Selbstständige frei darüber verfügen kann.

Für den Gewerbekredit gibt es je nach Bank Mindestsummen als Vorgabe, zum Beispiel wird er bei einigen Anbietern ab 5000 Euro vergeben.

Der Kreditrahmen gilt als fest vereinbart, die Summe kann jederzeit zurück gezahlt werden.

In dem Fall ist der Gewerbekredit eine andere Bezeichnung für den Kontokorrent-Kredit, das heißt, es handelt sich um eine Art Überziehungskredit.

Einen zeitlichen Rahmen gibt es hinsichtlich der maximalen Dauer des Kredits nicht.

Die Zinsen, die natürlich anfallen, werden nur für den in Anspruch genommenen Betrag verlangt.

Das bedeutet, der Kreditnehmer muss die Zinsen nicht auf den gesamten Betrag, der ihm seitens der Bank gewährt wird, zahlen.

Vorteile durch den Gewerbekredit

Der Gewerbekredit eignet sich hervorragend für die Überbrückung kurzfristiger Zahlungsschwierigkeiten und Engpässe.

So kann zum Beispiel das gewährte Skonto eines Lieferanten in Anspruch genommen werden, wenn innerhalb kurzer Zeit mehr Geld zur Verfügung stehen kann.

Zudem bietet es eine bessere Position gegenüber Lieferanten, wenn Zahlungen eben sofort vorgenommen werden können und nicht etwa Ratenzahlungen oder Zahlungsaussätze beantragt werden müssen.

Nötig für die Beantragung des Gewerbekredits sind in der Regel nur eine aktuelle Bilanz oder Einnahmen-Überschussrechnung, der letzte Einkommenssteuerbescheid sowie eine Selbstauskunft.

Dies alles wird beim Bank- bzw. Finanzierungsgespräch mitgebracht und die Entscheidung über den Gewerbekredit kann innerhalb kürzester Zeit erfolgen.

Wechselkredit für Gewerbetreibende / Selbstständige

Der Wechselkredit wird dadurch charakterisiert, dass der Kreditnehmer durch den Verkauf von Wechseln den Kredit bis zu einer fest vereinbarten Grenze in Anspruch nehmen kann.

Die Bank kauft Wechsel auf, die noch nicht fällig geworden sind und der Verkäufer bekommt dafür einen Kredit gestellt.

Dieser reicht vom Tag des Ankaufs bis hin zum Tag des Verfalls des Wechsels.

Der Wechsel als Zahlungsmittel wird häufig als Sicherungsmittel eingesetzt.

Unterschieden wird zwischen dem eigenen und dem gezogenen Wechsel.
Der Empfänger des Wechsels ist in der zugehörigen Urkunde benannt, wenn es sich um einen gezogenen Wechsel handelt.

Der eigene Wechsel stellt praktisch ein Versprechen zur Zahlung durch den Aussteller des Wechsels dar.

Diskontkredit

Der Wechselkredit wird häufig auch als Diskontkredit bezeichnet.

Er stellt im Grunde genommen einen Kredit oder ein Verleihen von Geld dar.

Die Bank oder Sparkasse gibt liquide Mittel heraus und der Kreditnehmer kann sich somit eine verbesserte Bonität zu Nutze machen.

Der Wechselkredit kann natürlich nicht einfach einbehalten werden, auch er muss einer Tilgung unterzogen werden.

Der Bezieher des Wechsel nimmt also eine Rückzahlung des gewährten Betrages vor.
Der Kreditnehmer selbst muss den Wechsel nicht zurückzahlen.

 

Ein Wechselkredit ist ein kurzfristiger Kredit

Der Wechselkredit wird zu den kurzfristigen Krediten gezählt und er wird in erster Linie bei Geschäften eingesetzt, die im Außenhandel zu Stande kommen. Firmenkunden bedienen sich häufig eines Wechselkredits.

Dies hat Vorteile für beide Seiten.

Der Kreditnehmer ist durch den Wechselkredit in der Lage, fällige Forderungen in ein Bankguthaben zu verwandeln.

Darüber kann er dann sofort verfügen, denn es wird direkt auf das Konto des Selbstständigen oder Gewerbetreibenden gezahlt.

Der Wechsel kann als Sicherung für einen Kredit dienen.

Der Bank bringt ein Wechselkredit ebenfalls einige Vorteile. So besteht ein Vorteil zum Beispiel in dem vergleichsweise geringen Risiko für die Bank, denn diese kann sich an mehrere Schuldner wenden.

Die Verpflichteten treten als Gesamtschuldner auf und die Bank kann sich somit an verschiedene Anlaufstellen wenden.

Meist wird ein Wechselkredit rasch zurückgezahlt und das zu festen Zahlungsterminen.

Für die Bank ergibt sich somit eine sehr gute Kalkulationsmöglichkeit.

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