Unfallversicherung

Gesetzliche Unfallversicherung für Selbstständige


Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es noch eine andere Möglichkeit, wie sich an eine Rente kommen lässt:

die gesetzliche Unfallversicherung.

Sie zahlt immer dann, wenn ein Arbeits- oder Wegeunfall passiert ist und davon bleibende Schäden zurückgeblieben sind.
Auch, wenn eine anerkannte Berufskrankheit festgestellt wurde, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung.

Arbeitnehmer zahlen keinen Cent für die Absicherung in der gesetzlichen Unfallversicherung, die Beiträge dafür muss der Arbeitgeber aufbringen.

Für Selbstständige heißt das, dass sie freiwillige Beiträge zahlen müssen, denn schließlich können sie nicht auf einen Arbeitgeber bauen.

Die Absicherung, die man damit erhalten kann, ist recht hoch.

Bei einer vollständigen Erwerbsminderung durch schwerwiegende Invalidität zahlt die Berufsgenossenschaft eine Rente von rund zwei Dritteln des letzten Bruttogehaltes, was ungefähr die Höhe des Nettogehaltes ausmacht.

Bei einem Selbstständigen sieht die Sache sicherlich etwas anders aus, da es hier die Unterteilung in das übliche Brutto und Netto nicht gibt.

Bei gesundheitlichen Einschränkungen, die etwas geringer ausfallen, liegt die Sache anders, dann wird auch weniger von Seiten der Versicherung gezahlt.

Wer nur zur Hälfte erwerbsgemindert ist, bekommt ein Drittel des letzten Bruttogehaltes, wer zu 25 Prozent gemindert ist, bekommt ein Sechstel.

 

Die Rente der Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaft gewährt aber nur eine Rente, wenn die Erwerbsminderung zu mindestens 20 Prozent gegeben ist, was zum Beispiel bei dem Verlust eines Daumens der Fall ist.

Insgesamt muss man sagen, dass das Sicherheitsniveau in der gesetzlichen Unfallversicherung hoch ist, dass es aber auch nicht eben leicht ist, an eine solche Rente überhaupt erst zu kommen.

Rund zehn Prozent der Unfälle, die pro Jahr in Deutschland passieren, sind Wege- oder Arbeitsunfälle.

Es bleiben aber nur bei wenigen Menschen bleibende Schäden zurück, so dass überhaupt ein Anspruch auf die Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung besteht.

Noch weitaus weniger Menschen bekommen eine Rente zugesprochen, weil bei ihnen eine anerkannte Berufskrankheit vorliegt.
Wird der Antrag auf Rentenzahlung abgelehnt, kann innerhalb von vier Wochen Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt werden. Wird auch dieser Widerspruch abgeschmettert, kann der Antragsteller Klage beim Sozialgericht einreichen.

Unser Fazit zur gesetzlichen Unfallversicherung

Die meisten Versicherten bekommen, wenn überhaupt nur eine Teilrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, nur wenige haben Anspruch auf die volle Rente.

In der Praxis ist es immer noch schwer, die Rente zu bekommen, auch wenn es auf dem Papier alles so leicht erscheint.

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