Freibetrag bei Arbeitslosengeld

Freibetrag und Arbeitslosengeld bei Selbstständigkeit

Arbeitslosengeld I – Freibeträge

Wer ALG I empfängt, kann einen Freibetrag von 165 Euro in Anspruch nehmen.

Gerechnet wird dabei nicht mit den Einnahmen, sondern mit dem Gewinn.

Dieser ergibt sich nach Abzug der Betriebsausgaben.

Wobei wohlbemerkt darauf geachtet werden muss, was als Ausgabe angesetzt wird.

Die betriebliche Ausgaben, die zu hoch erscheinen oder die von Seiten der Arbeitsagentur als unnötig eingeschätzt werden, werden einfach gestrichen.

Wenn nun der Gewinn die genannte Summe von 165 Euro übersteigt, so wird das auf das ALG I angerechnet.
Das bedeutet, dass das Arbeitslosengeld im Ernstfall gekürzt wird.

Der Freibetrag kann aber erhöht werden und das sehr stark.

Möglich ist das dadurch, wenn der Selbstständige schon vor der der Arbeitslosigkeit nebenberuflich als solcher tätig war und das seit mindestens einem Jahr.

12 Monate in den letzten 18 Monaten ist hier die Regel.

Wer nun in der Arbeitslosigkeit die Selbstständigkeit weiterführt, kann unbegrenzte Gewinne verbuchen, ohne dass diese mit dem ALG I verrechnet werden.

Es gilt allerdings die Regel, dass nicht mehr als 15 Stunden gearbeitet werden darf, damit die Tätigkeit immer noch als nebenberuflich anerkannt wird.

Zudem darf der Verdienst nicht höher sein, als zu Zeiten der nebenberuflichen Selbstständigkeit als Angestellter.

Arbeitslosengeld II – Freibeträge

Bis zu einem Einkommen von 100 Euro bleibt ein Zuverdienst zum ALG II frei.

Wer nun nebenberuflich als Selbstständiger tätig ist, kann bis zu dieser Grenze Geld hinzuverdienen und muss dieses nicht mit dem Hartz IV Geld verrechnen lassen.

Ab 100,01 Euro und bis zu 1000 Euro sind nur noch 20 Prozent von der Anrechnung frei gestellt.

Übersteigt das Einkommen aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit, so sind nur noch 10 Prozent anrechnungsfrei.

Dies geht bis zu einer Grenze von 1200 Euro, maximal sind es 1500 Euro bei Selbstständigen, die minderjährige Kinder zu Hause haben.

Angerechnet wird dabei übrigens nicht nur das Einkommen aus der selbstständigen Tätigkeit, sondern jede Art von Einkommen. Dazu zählt das Kindergeld, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass dieses an das berechtigte Kind abgeführt wird.

Dazu zählen auch die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, aus der Landwirtschaft und aus allen anderen Bereichen, die schon von der Steuererklärung bekannt sind.

Insofern darf der Umsatz gar nicht so hoch ausfallen, auch wenn davon noch die Werbungskosten abgezogen werden können.

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