Arbeitszeugnis erstellen

Erstellen des Arbeitszeugnisses

Wenn sich ein Bewerber bei Ihnen vorstellt, so tut er das hoffentlich mit sämtlichen Unterlagen, wozu auch das Arbeitszeugnis gehört.

Auch, wenn ein Mitarbeiter aus Ihrem Unternehmen ausscheidet, können Sie als Selbstständiger damit rechnen, ein Arbeitszeugnis ausstellen zu müssen.

Der Mitarbeiter hat sogar ein gesetzlich verbrieftes Recht auf ein Zeugnis, das zudem so ausgestellt sein muss, dass ihm damit eine erneute Anstellung möglich ist.

 

Grundsätze für die Erstellung eines Arbeitszeugnisses

Es gibt einige Grundsätze, die Gerichte für qualifizierte Arbeitszeugnisse entwickelt haben, die Sie kennen und beachten sollten:

  • Es gilt der Grundsatz der Zeugnisklarheit und der Zeugniswahrheit. Das bedeutet, dass die Aussagen, die Sie im Arbeitszeugnis über Ihren Mitarbeiter treffen, wahr sein müssen und zwar objektiv betrachtet.Die Bewertungen und Beurteilungen, die im Zeugnis zu finden sind, müssen für eine Gesamtbewertung ausreichend sein.

    Es geht zudem nur um Aussagen, die auch für den zukünftigen Arbeitgeber von Interesse sein. Einmalige Vorkommnisse – positiver oder negativer Art – sind nicht in das Zeugnis aufzunehmen.

  • Es gilt der Grundsatz der Wahrung dritter Interessen. Das heißt, dass keine unwahren Aussagen über einen künftigen Arbeitgeber getroffen werden dürfen.
  • Es gilt der Grundsatz der Wahrung des Interesses des Mitarbeiters.

Die Zeugnisse dürfen den Mitarbeiter nicht daran hindern, beruflich und wirtschaftlich voranzukommen.

Die Aussagen müssen wohlwollend und fördernd getroffen werden, dennoch aber objektiv.

Was dürfen Sie nicht ins Arbeitszeugnis aufnehmen?

Es gibt für ein Arbeitszeugnis aber auch Tabuthemen, die auf keinen Fall mit aufgenommen werden dürfen.

Das betrifft zum Beispiel Aussagen zum Gehalt, die Gründe für eine Kündigung, Krankheiten oder anderweitige Fehlzeiten.

Das Engagement für die Gewerkschaft oder in einer Partei ist ebenfalls nicht zu erwähnen.

Im Text darf nichts unterstrichen werden, auch ein Fettdruck oder das Schreiben in Kursivschrift sind zu unterlassen.

Werden einige Punkte nicht beachtet, so kann der Arbeitnehmer ein neues Zeugnis fordern, was den festgeschriebenen Regeln entspricht.

Der Selbstständige als Arbeitgeber ist im Übrigen sogar dazu verpflichtet, dem Ausscheidenden seine guten Wünsche auszusprechen, sowohl für die private wie auch die berufliche Zukunft.

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