Business Plan – Der erste Eindruck zählt

Ein Businessplan erfüllt mehrere Funktionen.

Er sollte auch von erfahreneren Selbstständigen gepflegt werden.

Änderungen im Geschäftsmodell sollten hier stets einfließen.

Dadurch kann man objektiver den Ist- mit dem Soll-Zustand vergleichen und behält seine Prozesse im Blick. Wer sich erst selbstständig machen will, dem hilft dieser aber auch bei der Planung der eigentlichen Geschäftsidee.

Hält man etwas schriftlich fest, muss es konkret formuliert werden und man erkennt Denkfehler leichter.

Unerlässlich ist der Businessplan, wenn man Gründungszuschüsse beantragen oder einen Kredit aufnehmen will, denn man erläutert darin, warum das Geld sinnvoll investiert ist.

Besonders für diesen letzten Fall ist es wichtig, dass das Dokument einen überzeugenden ersten Eindruck hinterlässt.

Die äußere Form

  • So banal es klingen mag, aber dazu gehört auch eine einwandfreie äußere Form. Rechtschreibfehler, ein uneinheitliches Schriftbild oder ein wenig ansprechendes Layout signalisieren, dass man möglicherweise doch nicht so geschäftstüchtig ist, wie man im Text behauptet.
  • Zudem sollte das Dokument ansprechend gestaltet sein, damit es den Geldgebern unter einer Vielzahl ähnlicher Pläne überhaupt auffällt.
  • Die Struktur sollte übersichtlich sein. Dazu sind eine eindeutige Gliederung und die Arbeit mit Aufzählungszeichen und Tabellen an geeigneter Stelle nötig.
  • Die Aussagen sollten kurz und prägnant formuliert werden und für den Leser nachvollziehbar sein. Letzteres überprüft man im Vorfeld am besten, indem man den Text Freunden und Bekannten zum Probelesen gibt.
  • Damit der Businessplan nicht gleich wieder zur Seite gelegt wird, sollte er auch nicht zu umfangreich mit mehreren Hundert Seiten und in einer lesbaren Schriftart und -größe von 10 bis 12 Punkt verfasst sein. Auch großzügige Ränder und 1,5-facher Zeilenabstand sind ratsam.

Executive Summary

Nach der Gliederung des Businessplans stellt man dem eigentlichen Dokument eine Zusammenfassung, das sogenannte Executive Summary oder Management Summary, voran.

Dieses ist keine Einleitung, sondern nimmt die wesentlichen Punkte des nachfolgenden vorneweg. Es sollte daher erst am Ende verfasst werden. Die Einreihung am Anfang zeigt aber, wie wichtig es ist.

Denn Finanziers erhalten dadurch eine kurze Übersicht über die vorgestellte Unternehmung. Wer hier nicht überzeugt, bekommt vielleicht gar nicht erst die Chance, im Weiteren zu punkten.

Das Summary sollte ca. 2 Seiten nicht überschreiten. Sowohl die Geschäftsidee als auch die eigene Person kann hier in aller Kürze vorgestellt werden. Interessant ist auch ein Ausblick darauf, wo man sein Unternehmen in einigen Jahren sieht, welche Umsätze und Gewinne man anstrebt etc.

Es ist aber wichtig, dabei realistisch und objektiv zu bleiben. Damit die Zusammenfassung auch für Fachfremde verständlich ist, sollten nicht zu viele Fachbegriffe verwendet werden. Wenn der Text dadurch klarer wird, können auch Abbildungen eingebunden werden.

Erste Hürde geschafft

Wenn der Adressat im Anschluss motiviert ist, weiterzulesen, hat man die erste Hürde genommen.

Auf den nachfolgenden Seiten kann man nun weiter ausholen und mehr ins Detail gehen. Unter anderem sind Markt- und Zielgruppenanalysen sowie eine genaue Finanzplanung Teil davon.

Passende Beispiele unterstützen dabei die eigene Glaubwürdigkeit. Wer etwa beschreibt, dass er Buchhaltung, Warenwirtschaft oder Lohnabrechnung mit einer entsprechenden Unternehmenssoftware wie dieser meistern wird, zeigt, dass er sich mit praktischen Problemen vertraut gemacht hat.

Ein guter Businessplan öffnet einem einige Türen und begleitet einen auf dem kommenden Weg durch die Selbstständigkeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.