Was ist eigentlich ein Pop-Up Store?

Pop-up Stores bedienen sich eines leerstehenden Ladengeschäfts, um ohne eigene Immobilie an Kunden zu kommen. Vor allem Trendlabel der Modebranche bedienen sich dieses Geschäftsmodells. Statt in teure Mieten in erstklassigen Citylagen einer Großstadt zu investieren und durch Umbauten das Ladengeschäft zur bekannten Marke zu machen, macht man es anders. Man eröffnet seinen Laden in einem leer stehenden Geschäft in einer preisgünstigen Randlage – allerdings nur für kurze Zeit. Das erhöht für den Käufer den Anreiz, diesen Laden aufzusuchen. Eine teure Pressekampagne ist für Pop-up Läden nicht nötig, weil Mundpropaganda viel wirkungsvoller ist.

Guerilla- oder Pop-up Stores liegen im Trend

Ungefähr um 1997 herum erfand jemand dieses innovative Shopping- und Vermarktungskonzept in Los Angeles. Damals etablierte ein Event-Manager auf der nur einen Tag andauernden „Ritual Expo“ ein ungewöhnliches Shopping-Konzept. Er wollte dem Publikum in einem zeitlich begrenzten Sonderverkauf Szene-Bekleidung interessanter Labels nahebringen. Der Trend, leerstehende Ladengeschäfte in abseitigen Lagen zu nutzen, verbreitete sich schnell. Im Jahr 2000 kam er auch bei uns an. Das japanische Modelabel „Comme des Garçons“ eröffnete 2004 seinen ersten Pop-up Store in Berlin. Die Japaner bedienten sich allerdings nicht der eingeführten Bezeichnung „Pop-up Store“, sondern reklamierten eine Eigenerfindung namens „Guerilla Store“ für ihr Marketing-Konzept. Gemeint ist aber dasselbe.

Auch Künstler bedienen sich immer öfter leer stehender Immobilien, um zeitlich begrenzte Ausstellungen und zusätzliche Bildverkäufe realisieren zu können. Ein festes Ladengeschäft in einer Top-Lage zeitigt hohe Investitionskosten. Ein Pop-up Store in einer städtischen Randlage ist oft günstiger zu haben. Er entlastet die Eigentümer von monatelangem Leerstand. Dieser führt nicht nur zu Imageverlusten, sondern auch zur Gefahr des Vandalismus und zu Kapitalverlust durch mangelnde Mieteinnahmen. Eine befristet zwischenvermietete Immobilie in weniger guter Lage lässt sich zudem leichter vermieten als eine leerstehende. Zusätzlich ist der hohe Reiz des Pop-up Konzepts für den Käufer zu nennen. Wenn plötzlich ein attraktives Geschäft mit Streetwear am Innenstadtrand oder in Seitenstraßen von Szenevierteln aufmacht, ist das Interesse groß. Ist das Angebot nur befristet zu haben, interessieren sich umso mehr Käufer dafür.

Mobile Ausstattung, schneller Ortswechsel

Auch unbekanntere Trendmarken oder Anbieter von Saisonwaren können wegen der überschaubaren Kosten und der Kürze der Präsenz das Konzept des Pop-up Stores für sich nutzen. So werden die Einkaufsmöglichkeiten erweitert, ohne dass jedes Mal aufwendige Ladenumbauten notwendig wären. Der Pop-up Store nutzt die Gegebenheiten vor Ort. Er ergänzt diese durch eine mobile Ladenausstattung und eine attraktive Schaufenster-Dekoration, die mit wenigen Mitteln realisiert wird. Selbst Topmarken wie Tommy Hilfiger, H&M, Louis Vuitton, Weleda, Ritter Sport oder Adidas haben dieses Konzept bereits genutzt. Für Trend- und Avantgarde-Label, aber auch für Start-ups oder reine Online-Anbieter wie Jimdo sind Pop-up Stores die ideale Lösung. Der Kunde, der das Ladengeschäft entdeckt, fühlt sich als gut informierter Insider, der seinen heißen Shoppingtipp sofort an seine ähnlich interessierten Freunde weitergibt. Der Verkauf läuft nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.

So plötzlich, wie der Store auftaucht, verschwindet er oft auch wieder. Das „Laden auf Zeit“-Konzept ist auch für reine Online-Anbieter interessant, die ihren Kunden einmal anders als nur virtuell begegnen möchten. Neben den Pop-up Galerien und den Pop-up Stores haben sich auch einige Pop-up Restaurants etabliert. Hier sind allerdings aufwendigere Innen-Ausstattungen notwendig. Diese machen es deutlich schwerer, ein zeitlich begrenztes Restaurantangebot umzusetzen. Um eine geeignete Location – beispielsweise in Berlin – zu finden, wendet man sich an unser auf Gastronomie spezialisiertes Immobilienunternehmen. Gemeinsam suchen wir nach einer Location, die Ihren Wünschen und Ansprüchen entspricht.

Vorteile von Pop-up Konzepten

Mit einem Pop-up Retail können Interessierte einen kurzfristigen Lager-Abverkauf realisieren oder eine neue Trendmarke effektiv am Markt positionieren. Wie lange der Pop-up Store in der gewählten Location angesiedelt bleibt, ist verschieden. Manche Konzepte gehen von sehr schnellen Wechseln der Ladenflächen aus. Andere Pop-up Vermarkter nutzen ein leer stehendes Ladengeschäft über mehrere Monate. Dabei kann es sein, dass die abgesprochene Zeitdauer durch eine dauerhafte Neuvermietung verkürzt wird. Dieses innovative Marketing-Konzept verfolgt mehrere Ziele: Pop-up Stores sind zum einen auf einen zusätzlichen Warenabsatz ausgerichtet, ohne erhebliche Kosten für Werbekampagnen, Umbauten oder Ladenausstattungen zu generieren. Der Nutzer eines Pop-up Stores möchte zugleich einen Insiderstatus für eine bestimmte Marke etablieren. Er setzt eher auf Mundpropaganda als auf teure Werbekampagnen. Pop-up Konzepte setzen bewusst auf kurzfristige Präsenz am „Point of Sale“ statt auf einen langjährigen Geschäftsbetrieb im Innenstadtbereich. Dadurch steigert man den Wert seiner Marke. Sie bleibt exklusiv und macht sich absichtsvoll rar. Das zeitigt ein steigendes Interesse an entsprechenden Online-Angeboten. Kunden suchen gezielt nach einem möglichen Flagstore in einer anderen Stadt. Ein Ladenkonzept auf Zeit weckt Interesse. Der Betreiber muss zu Beginn festlegen, was er damit erreichen will: Möchte er
  • die Marke bekannter machen
  •  ein neues Verkaufskonzept testen
  • in direkte Kommunikation mit seinen Onlinekunden kommen
  • oder konkrete Absatzziele erreichen?
Neue Vertriebswege und Ladenformate sind auch für das Publikum interessant. Statt einer unüberschaubaren Produkt-Auswahl wird der Fokus oft auf ein Produkt oder eine überschaubare Angebotspalette gelegt. Neuartige Produkte oder innovative Verkaufsideen lanciert man idealerweise in einem Pop-up Store. Wichtig ist eine emotional ansprechende und zur Kommunikation anregende Einkaufssituation.

Realisieren Sie einen Pop-up Store

Großstädte wie Berlin, Hamburg oder München sind die idealen Standorte, um mit einem Pop-up Store Aufmerksamkeit zu erregen. Hier erhält man das gewünschte Publikums- und Medieninteresse. Hier kann man den Bekanntheitsgrad seiner Marke erhöhen und seine Innovationskraft unter Beweis stellen. Ökologische Bekleidungslinien oder die Rücknahme gebrauchter Kleidung gegen einen Rabattgutschein für den nächsten Ladenbesuch kommen beim Publikum an. Gerade im Großstadtbereich sind neue Konzepte gefragt. Die geeignete Immobilie, ein stimmiges Markendesign und mobile Ladenausstattungen mit Wiedererkennungswert sind die Grundlagen für einen Pop-up Store mitten in Berlin. Nutzen Sie diese Idee, um ein effektives Branding-Tool zu testen. Pop-up Stores sorgen für höhere Kundenbindung und ein stärkeres Konsumenten-Interesse an Ihrem Geschäft. Gehen Sie den Weg, den bereits der „Frontlineshop“ – ein reiner Onlineshop für Street-Fashion – gegangen ist. Nach der Eröffnung eines Pop-up Stores im Hamburger Schanzenviertel anno 2009 eröffnete der Online-Anbieter 2011 einen Pop-up Store in Berlin. Sie können mit diesem Konzept sogar auf Tournee gehen. Je ungewöhnlicher Ihre Präsentation ausfällt, desto nachhaltiger werden Sie im Gedächtnis Ihrer Kunden abgespeichert.

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