Insolvenz durch Krankenversicherung und Finanzamt

Meist sind es die öffentlichen Kassen, die einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen einen Selbstständigen einreichen.

Der Selbstständige ist mit seinen Steuern im Rückzug – das Finanzamt reicht einen Antrag auf Insolvenz ein.

Oder der Unternehmer ist mit seinen Beiträgen für die Krankenversicherung im Rückstand – auch dann kann ein Insolvenz des Selbstständigen entstehen.

Zuerst wird dann der Gläubigerantrag gestellt, auf den der Schuldner auf verschiedene Art und Weise reagieren kann.

Eingestellt werden kann das Verfahren, wenn der Grund für eben jenes beseitigt wird, sprich, wenn die Zahlung für die Schulden eingeht.
Nach entsprechenden Verhandlungen kann der Gläubiger eventuell den Antrag zurücknehmen.

Ein  Insolvenzplan kann in einer schwierigen finanziellen Situation helfen

Der Selbstständige kann auch mit einem Insolvenzplan reagieren.

Über diesen wird bei einer Gläubigerversammlung abgestimmt und hier kann festgelegt werden, dass feste Zahlungen an die Gläubiger zu leisten sind.

Der Selbstständige kann seinen Betrieb in dem Fall unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters weiterführen.
Möglich ist auch die Freigabe des Geschäftsbetriebs.

Hier werden gewinnunabhängige Zahlungen an die Gläubiger geleistet, ein wirtschaftlicher Mehrgewinn kommt dem Selbstständigen zu Gute.

Es ist also nicht zwingend nötig, das Gewerbe abzumelden, wie so oft angenommen wird.
Auch eine Privatinsolvenz ist möglich, obgleich es diese streng genommen gar nicht gibt.

Es handelt sich dabei in der Regel um die Verbraucherinsolvenz, die auch ein Selbstständiger durchlaufen kann.