Einer der wichtigsten Belege: die Rechnung

Von vielen Selbstständigen wird das Thema Rechnung immer noch ein wenig stiefmütterlich behandelt.

Sicher, die Rechnung ist notwendig, damit eine Leistung abgerechnet werden kann und es gibt auch einige Vorschriften, die eingehalten werden müssen, damit die Rechnung tatsächlich rechtsgültig ist. Aber mal ehrlich – wer weiß denn schon genau, was wirklich in die Rechnung gehört mit Ausnahme der Leistung und des zu berechnenden Preises?

Rechnung und Buchführung sind unternehmerische Aufgaben

Das Thema der Buchführung, wozu die Rechnungslegung nun einmal zählt, ist ohnehin ein wenig unbeliebt und da ist es auch kein Wunder, dass so viele Selbstständige einen Rechnungsvordruck nutzen und das quasi blind.
Übrigens muss die Rechnung innerhalb von sechs Monaten nach der Erbringung der Leistung ausgestellt werden. Andernfalls kann sich Ihr Kunde ins Fäustchen lachen, denn er ist nicht mehr dazu verpflichtet, die von Ihnen geforderte Gegenleistung zu erbringen. Sprich – Sie gehen leer aus.

Noch einmal zum Inhalt der Rechnung

Sehr wichtig ist hierbei zum Beispiel die Ausweisung der Umsatzsteuer. Diese wird mit dem jeweiligen Prozentsatz und als Betrag ausgewiesen, so dass auf der Rechnung sowohl der Brutto- als auch der Nettobetrag ersichtlich sind.
Der Empfänger muss die Rechnung nicht begleichen, wenn sich darauf keine Umsatzsteuer befindet. Eine Ausnahme stellen hier die Rechnungen dar, die von Kleinunternehmern ausgestellt werden. Sie dürfen gar keine Umsatzsteuer ausweisen, müssen dies allerdings wiederum auf der Rechnung vermerken. Wenn sie die Umsatzsteuer dennoch ausweisen, sind sie verpflichtet, diese an das Finanzamt abzuführen – umgekehrt dürfen sie aber keine Vorsteuer abziehen.

Wichtig zu wissen ist, dass für Leistungen, die nicht der Umsatzsteuer unterliegen, nicht einmal eine Rechnung ausgestellt werden müsste. Empfehlenswert ist so eine Vorgehensweise aber nicht, denn schließlich ist eine Rechnung auch ein Nachweis, der für die eigene Übersicht in der Buchführung wichtig ist. Hier sollte sich jeder den bekannten Satz der Buchprüfer und Steuerfachleute zu Eigen machten: „Keine Buchung ohne Beleg!“.

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