Immobilienmakler

Beruf: Selbstständiger Immobilienmakler

Die Karriere als Immobilienmakler ist derzeit aussichtsreich. Denn die Immobilienbranche ist auf der Suche nach Nachwuchs. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, welche Ansprüche an Immobilienmakler gestellt werden und welche Verdienstspannen möglich sind.

 

Karriere als Immobilienmakler: Die wichtigsten Fakten

Immobilienmakler arbeiten entweder in einem festen Angestelltenverhältnis oder sie sind selbstständig. Der Beruf des Maklers bringt viele Vorteile mit sich. Wer gerne Menschen trifft und darüber hinaus Engagement zeigt, kann in diesem Beruf viel Geld verdienen. Von dieser Sparte aus betrachtet, müsste das Berufsfeld zu den beliebtesten Jobs zählen. Doch welche Nachteile hat dieses Tätigkeitsgebiet?

 

Handeln mit Immobilien: Die Zugangsvoraussetzungen

An den Beruf als Immobilienmakler werden hohe Erwartungen geknüpft, was die Rechtskenntnisse und das Hintergrundwissen anbelangt. Eine geregelte Ausbildung ist für diesen Berufszweig bislang nicht erforderlich. Der Makler benötigt lediglich eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung. Die Gewerbeerlaubnis kann von jedem erlangt werden, gegen den in den letzten fünf Jahren kein rechtswirksames Urteil erwirkt wurde. Der Einstieg in die Branche ist daher derzeit noch einfach. In der Zukunft kann das indes anders aussehen. Denn es liegen bereits Entwürfe zu erschwerten Zugangsvoraussetzungen und dem Erfordernis einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer vor.

 

Die Ausbildung zum Makler

Wer in Zukunft plant, Immobilienmakler zu werden, der muss eine Berufszugangsqualifikation nachweisen können. Die Mindestvoraussetzung für den Einstieg in den Beruf wird dann der Ausbildungsabschluss zum Immobilienkaufmann oder -frau sein. Darüber hinaus muss eine einschlägige Berufserfahrung von drei Jahren nachgewiesen werden, falls diese noch nicht in der Ausbildungszeit erlangt wurde. Durch die strengeren Anforderungen soll der Verbraucher besser geschützt werden und die Beratung auf nachweislich professioneller Basis verlaufen. Betroffen von der neuen Regelung sind Neueinsteiger und Makler, die bislang nicht mindestens sechs Jahre in dem Beruf tätig waren.

 

Immobilienmakler: Ein Traumberuf?

Wer sich in der Branche auskennt und es versteht, die passenden Immobilien an die richtigen Leute zu vermitteln, der wird als Immobilienmakler Erfolge verbuchen. Zunächst einmal bringt der Handel mit Immobilien viel Arbeit mit sich. Voraussetzung für die Ausübung dieser Tätigkeit ist nämlich die Bereitschaft ein hohes Maß an Leistung zu erbringen. Dazu sollte der Spaß an der direkten Kommunikation mit Menschen und der Passion für die Vermittlung von Häusern oder Wohnungen sowie Grundstücken kommen. Wer diese Eigenschaften mitbringt, der wird sich in dem Beruf als Makler wohlfühlen.

 

Tätigkeitsfelder: Büroarbeit gehört dazu

Als angestellter Makler ist das Betätigungsfeld von der Bank, Sparkasse oder einem anderen Arbeitgeber vorgegeben. Die Tätigkeit als selbstständiger Immobilienmakler erfordert ein gewisses Maß an Flexibilität, da die verschiedensten Aufgaben verrichtet werden müssen. Büroarbeit und die tägliche Akquise von neuen Immobilien am Telefon gehören genauso gut dazu wie die Textgestaltung sowie das Layout für Exposés in den Onlinemedien oder im Printmedienbereich. Darüber hinaus müssen die Immobilien vor der Vermittlung besichtigt werden. Das bringt es mit sich, dass der Makler viel reist und dabei die verschiedensten Objekte ansieht. Überdies trifft er jeden Tag neue Menschen, mit denen er verhandelt.

 

Makler brauchen viel Verhandlungsgeschick

Der Makler muss bei vielen Immobilien noch zusätzliche Arbeiten im Hintergrund leisten. Denn die Objekte müssen vor dem Verkauf oder der Vermietung begutachtet und der Wert muss eingeschätzt werden. Nach dem Schalten der Anzeigen und dem ersten Kontakt mit den Interessenten folgen die Besichtigungstermine mit den infrage kommenden Mietern. Bei der Wohnungssuche für Kunden fallen einige Arbeiten für die Recherche nach den passenden Wohnobjekten an. Der Aufwand des Maklers für diese Aufgaben kann je nach der Fallgruppe sehr zeitaufwendig sein. Darüber hinaus benötigen Immobilienmakler ein hohes Maß an Verhandlungsgeschick, um die Objekte richtig vermitteln zu können.

 

Die Grundlagen: Rechtswissen und Vertriebskenntnisse

Der selbstständige Immobilienmakler muss sich im Immobilienrecht gut auskennen. Insbesondere benötigt er weitreichende Kenntnisse im Vertragsrecht, Grundbuchrecht, Mietrecht und Notarrecht. Grundlagen sollten im Bereich der Betriebswirtschaft und des Kaufrechts vorhanden sein. Weitere Kenntnisse auf dem Gebiet der Werbung und des Marketings sind für diese Branche ein Vorteil. Im Zeitalter der Onlinewerbung wird es immer wichtiger, zu wissen, wo erfolgreiche Werbung am besten platziert werden kann und wie das im Onlinebereich am besten funktioniert.

 

Was verdient ein Immobilienmakler?

Einer der hauptsächlichen Vorteile des Berufsfeldes ist das hohe Maß an Verdienstmöglichkeiten im Bereich der Selbstständigkeit. Fachkräfte können ein Jahresgehalt bis zu 50.000 Euro oder mehr erzielen. Für ein solches Gehalt ist ein hoher Einsatz erforderlich: Arbeitszeiten von 50-60 Stunden in der Woche und Arbeiten am Wochenende sind in dieser Branche keine Seltenheit. Für den selbstständigen Makler zählt nämlich nur der Abschluss eines Vertrages. Für diesen erhält er die vereinbarte Provision. Je mehr Erfolg der Immobilienmakler hat, desto höher fallen die Vermittlungsgebühren aus.

 

Die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile:

  • Kontakt mit zahlreichen interessanten Menschen
  • vielseitiges Berufsfeld mit unterschiedlichen Facetten
  • hohe Verdienstmöglichkeiten

Nachteile:

Verdienst ist provisionsabhängig und muss vorher verhandelt werden

  • Arbeitsaufkommen kann sehr hoch sein
  • hohe Anforderungen an Rechtskenntnisse
  • weitere Kenntnisse müssen vorhanden oder erworben werden
  • großes Maß an Initiative erforderlich