Rechtsanwalt

Beruf als selbstständiger Rechtsanwalt

Rechtsanwälte beraten ihre Mandanten in allen Rechtsfragen, wobei sich einige Anwälte auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert haben.
Die Mandanten werden dahingehend beraten, ob ihre Forderungen und Wünsche gerechtfertigt und umsetzbar sind.

Das Recht auf einen Rechtsanwalt hat jeder Mensch und er kann sich durch einen solchen vor Gericht oder Behörden vertreten lassen.

Der Sinn dieses Rechts auf einen Anwalt besteht darin, dass vermieden werden soll, dass jemand juristische Nachteile hat, weil er selbst nur mangelnde Rechtskenntnisse besitzt.

Rechtsanwälte treten als Rechtsbeistand in Gerichtsverhandlungen auf, sie begleiten Mandanten bei deren Verhandlungen und verteidigen die Interessen derselben.

Rechtsanwälte treten aber nicht nur vor Gericht auf, sondern auch bei Verhandlungen mit Behörden oder vorab mit den Gegnern einer Strafsache.

Anwälte dürfen Erklärungen im Namen ihrer Mandanten ab. Außerdem versuchen sie, wo es möglich ist, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Rechtsanwälte werden auch zur Gestaltung von Verträgen eingesetzt.

Die Ausbildung zum Rechtsanwalt

Wer als Rechtsanwalt tätig sein möchte, muss das Erste Staatsexamen nachweisen können.

Dieses wird über das Studium der Rechtswissenschaften an einer Universität erreicht.

Darauf folgt die zweite juristische Staatsprüfung. Zwischen Erstem und Zweitem Examen liegt die Referendarzeit, die auch als Vorbereitungsdienst bezeichnet wird.

Um wirklich als Rechtsanwalt auftreten zu können, ist eine Zulassung durch die Rechtsanwaltskammer erforderlich. Die Zulassung selbst wird auf Antrag vergeben und darf nur in Ausnahmefällen versagt werden.

Meist spezialisieren sich Rechtsanwälte auf bestimmte Gebiete, wie das Familienrecht, das Wirtschaftsrecht, das Zivilrecht oder das Arbeitsrecht. Möglich ist auch die Weiterbildung zum Fachanwalt.

Dafür muss der Betreffende aber mindestens drei Jahre lang als Rechtsanwalt zugelassen gewesen sein und den Nachweis besonderer Kenntnisse auf einem bestimmten Rechtsgebiet erbringen.

Wird eine wissenschaftliche Laufbahn an einer Hochschule angestrebt, so ist die Promotion sinnvoll. Sie verbessert auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in gehobenen Positionen der öffentlichen Verwaltung.

Auf die Promotion aufbauend kann eine Habilitation angestrebt werden.
Sie befähigt zur Besetzung einer Professur an einer Hochschule.

 

Weitere Informationen zum Beruf des Rechtsanwalts

Wichtige Verbände für einen Rechtsanwalt sind der Deutsche Anwaltsverein e. V. sowie die Bundesanwaltskammer. Daneben gibt es in den einzelnen Bundesländern weitere Anwaltsvereine.

Der Beruf des Rechtsanwalts ist ein Katalogberuf, das heißt, dass es keinerlei Probleme mit der Anerkennung des Status als Freiberufler gibt. Die für die Ausübung des Berufs nötige Ausbildung muss allerdings nachgewiesen werden.

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