Physiotherapeut

Beruf als selbstständiger Physiotherapeut

Die Arbeit als Physiotherapeut ist selbstständig oder angestellt möglich, wobei die Mehrzahl der Physiotherapeuten freiberuflich arbeitet.

Das zieht es mit sich, dass sich der Betreffende um viele Dinge selbst kümmern muss, zum Beispiel um seine Krankenversicherung oder die Altersvorsorge.

Ganz wichtig ist in dem Zusammenhang auch die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Physiotherapeuten arbeiten mit Patienten, die aufgrund eines Unfalls, einer Krankheit oder ihres Alters in der Bewegung eingeschränkt sind.

Es werden besondere Koordinations- und Muskeltrainingsübungen angewendet, um die Beweglichkeit wieder zu verbessern.

Dazu stellen die Physiotherapeuten selbst eine Diagnose und entwerfen einen Behandlungsplan.

Dabei geht es nicht nur um Einzelbehandlungen, sondern auch um Anwendungen in der Gruppe, um Übungen an Geräten oder um verschiedene Therapien, wie die Atem- oder die Hydrotherapie.

Wer als Physiotherapeut eine besondere Behandlungsform anbieten möchte (im Sinne der Verbesserung des Wettbewerbsstandes durchaus sinnvoll), kann eine entsprechende Weiterbildung machen.

Physiotherapeut müssen auch in der Lage sein, ihre Patienten zu motivieren.

Die Anwendungen der Therapien sind auf der einen Seite natürlich sinnvoll, auf der anderen Seite muss der Physiotherapeut psychologisches Geschick aufweisen, damit er eine erfolgreiche Therapie erreichen kann.

Ausbildung als Physiotherapeut

Für die Ausbildung zum Physiotherapeuten wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt, auch ein erweiterter Hauptschulabschluss wird anerkannt.

Wer nur über den Hauptschulabschluss verfügt, muss eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren Dauer nachweisen können.
Teilweise wird erwartet, dass der Bewerber ein ärztliches Attest vorlegt, das seine gesundheitliche Eignung für diesen Beruf nachweist. Auch ein Praktikum, das natürlich ausbildungsbezogen sein muss, kann verlangt werden.

Die Ausbildung zum Physiotherapeuten ist einheitlich in Deutschland geregelt und dauert drei Jahre.

Wenn eine kombinierte Ausbildung, die zusätzlich den Abschluss zum Gymnastiklehrer bietet, absolviert wird, so dauert sie zwischen 3,5 und 4,5 Jahren.

Physiotherapie kann aber auch an Fachhochschulen studiert werden und schließt dann mit dem Bachelor ab.

Darauf aufbauend kann der Master abgelegt werden.

Das Fach kann allein oder in Kombination mit Logopädie und Ergotherapie studiert werden.

Die Verbände der Physiotherapeut

Wichtige Verbände, die auch ein Selbstständiger kennen sollte, sind der VDB-Physiotherpieverband und der Deutsche Verband für Physiotherapie – Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e. V.

 

Der selbstständige Masseur

Der Masseur arbeitet in einem so genannten Gesundheitsfachberuf.

Menschen wird hier mit Hilfe von Massagen, Bädern oder Elektrotherapien geholfen.

Der Masseur wird auf Verschreibung durch den Arzt tätig. Er kann freiberuflich arbeiten oder als freier Mitarbeiter in Reha-Zentren oder auch in Kurheimen.
Für die Zusammenarbeit zwischen Masseur und Patienten ist es von enormer Bedeutung, dass ein entsprechendes Vertrauensverhältnis aufgebaut wird.

Der Masseur sollte also nicht nur durch sein Können bestechen, sondern auch durch sein gesamtes Auftreten professionell und seriös wirken.
Die beginnt schon bei der Information zur eigenen Person mit Hilfe von Visitenkarten oder der eigenen Webseite.

Ausbildung zum Masseur

Wer sich als Masseur ausbilden lassen möchte, muss das 16. Lebensjahr vollendet haben und mindestens über den Hauptschulabschluss verfügen.

Auch eine gleichwertige Schulausbildung und eine mindestens 1 ½jährige Berufsausbildung qualifizieren dafür.

Außerdem wird vor Beginn der Ausbildung ein medizinisches Zeugnis darüber verlangt, ob der Bewerber für den Beruf geeignet ist.

Die Ausbildung an sich ist bundeseinheitlich geregelt und sie dauert zweieinhalb Jahre.

Die Berufsfachschulen sind die Ausbildungsstätten, in denen praktisches und theoretisches Wissen vermittelt wird.

Das Gesetz über die Berufe in der Physiotherapie greift für die Ausbildung, auch der Abschluss mit dem Staatsexamen ist hier geregelt. Nach der schulischen Lehre muss ein Praktikum von mindestens einem halben Jahr Dauer absolviert werden.

Erst danach hat der Auszubildende das Recht, sich als Masseur zu bezeichnen. Insgesamt dauert die Ausbildung bis zur Zulassung für den Beruf also drei Jahre.

Es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, wie die Fortbildung für die Anwendung von Lymphdrainagen oder zum Sportmasseur.

Weitere Infos über den Beruf des Masseurs

Masseur zählt zu den so genannten Katalogberufen, das heißt, der Selbstständige bekommt bei der Beantragung seines freiberuflichen Status keinerlei Probleme mit der Anerkennung.

Gerade für einen Masseur sind zwei Versicherungen besonders wichtig:
die Unfallversicherung und die Berufshaftpflichtversicherung. Auch die Berufsrechtsschutzversicherung kann sinnvoll sein. Sie wehrt Schadensansprüche ab, wenn diese ungerechtfertigt sind und übernimmt die Kosten für den juristischen Beistand.

Die Honorare muss der Selbstständige so kalkulieren, dass er selbst damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann – und ein regelmäßiger Gewinn abfällt – und dass aber auch die Kunden in der Lage sind, den Preisforderungen nachzukommen.

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