Angaben zur Vorauszahlungen

Angaben zu den Steuer-Vorauszahlungen

Die möglichen Gewinne können bei der Anmeldung der selbstständigen Tätigkeit gegenüber dem Finanzamt erst einmal nur grob geschätzt werden.

Klar, schließlich liegen noch keinerlei Erfahrungswerte darüber vor, nur Vorstellungen, was eventuell realistisch sein könnte.

Die Schätzung der möglichen Gewinne sollte möglichst genau vorgenommen werden, damit es später bei der jährlichen Gewinnermittlung nicht zu Nachzahlungen kommt.

Anhand der gegebenen Daten kann das Finanzamt einschätzen, in welcher Höhe die Steuern gezahlt werden müssen.

Formular: Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlung

Hierbei ist wichtig zu wissen, dass es bestimmte Freibeträge gibt, bis zu deren Erreichen keine Steuern im Voraus gezahlt werden müssen.

Die Höhe der Freibeträge richtet sich unter anderem nach dem Familienstand und dem möglichen Gewinn. Sollte das Finanzamt die Angaben so einschätzen, dass eine Vorauszahlung auf die Einkommenssteuer erhoben wird, so wird diese quartalsweise festgesetzt.

Es kann sich natürlich herausstellen, dass die Gewinne nicht realistisch genug geschätzt wurden oder es kommt im Laufe des Geschäftsjahres zu einem unerwarteten Anstieg den Gewinn betreffend.

Dann ist es vorgeschrieben, dies dem Finanzamt gegenüber mitzuteilen.

Genau genommen ist der Steuerpflichtige sogar dazu verpflichtet, die genaue Meldung über den möglichen Gewinn vorzunehmen.

Damit wird vermieden, dass es später zu großen Rück- oder Nachzahlungen kommt, wenn die jährliche Gewinnermittlung vorgenommen wurde.

Angegeben werden muss im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auch, welche Art der Gewinnermittlung bevorzugt wird.

Soll jährliche eine Bilanz erstellt werden, was die doppelte Buchführung über das gesamte Geschäftsjahr hinweg erfordert?
Oder soll die Einnahmen-Überschuss-Rechnung als einfachste Form der Abrechnung in Frage kommen?

Wer von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen möchte, kann sich für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung entscheiden, wenn er im Jahr der Gründung nicht mehr als 17.500 Euro und im Folgejahr nicht mehr als 50.000 Euro Gewinn erwirtschaften wird.

Kommt er über die Grenzen hinaus, muss er eine reguläre Buchführung vorweisen können und ist zur Bilanzierung verpflichtet. Dafür hat er aber auch das Recht, die Vorsteuer abzuziehen und Umsatzsteuer auf seine Leistungen oder Produkte zu erheben.

Bei den Angaben im Fragebogen wird des Weiteren nach den Ausgaben gefragt. Auch diese sollten realistisch geschätzt werden. Es geht übrigens nur um die Betriebsausgaben, nicht um Ausgaben, die die Person des Gewerbetreibenden betreffen (z. B. Krankenversicherung).

Bei den Ausgaben kann auch eine Pauschale angenommen werden.

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