Nebenerwerb - Nebenberuflich selbstständig

Wer eine Geschäftsidee hat, sollte diese erst einmal im Nebenerwern testen.

Womit ginge das auch besser, als mit der nebenberuflichen Selbstständigkeit?

So kann der sichere Job erst einmal behalten werden – oder auch das Studium fortgeführt werden – und die Geschäftsidee kann umgesetzt werden.



Sicher ist es dafür nötig, einiges an Zeit und teilweise auch an Geld zu investieren.

Doch nach und nach kann so ein Unternehmen aufgebaut werden, das sich perfekt an den Markt anpasst.

Übrigens ist mit dem Nebenerwerb auch gut erkennbar, ob die Geschäftsidee überhaupt etwas taugt.

Stellt sich heraus, dass sie ein Flop ist, ist der Fall weniger tief und hart, als wenn die Selbstständigkeit sofort hauptberuflich ausgeführt wird.

Sie eignet sich nicht nur für Arbeitnehmer, die in einem festen Angestelltenverhältnis stehen, sondern auch für Studenten und Rentner, für Eltern und Arbeitslosengeld-Empfänger.

Je nach Art des Geschäfts und der Geschäftsidee ist es möglich, Fördergelder zu bekommen.

Mikrokredite und auch größere Darlehen sollen dann helfen, die schwere Anfangszeit zu überbrücken.


Bevor es losgeht: Beim Finanz- oder Gewerbeamt anmelden

Wer nun endlich loslegen will, sollte sich über die Rechtsform im Klaren sein, die sein kleines Unternehmen haben soll.

Wichtig ist auch, was Finanzamt und Gewerbeamt alles wissen wollen bzw. was an diese gemeldet werden muss.

Zu beachten sind des Weiteren die Regelungen, die die Sozialversicherung betreffen sowie die, die sich um Recht und Steuern drehen.

Für einen Selbstständigen in Teilzeit gelten hier keine milderen Vorschriften, als für einen hauptberuflich Selbstständigen, so viel ist schon einmal klar.



Auch der Punkt der allgemeinen Organisation sollte dabei nicht vergessen werden:

Ablage, Rechnungen schreiben, Honorar berechnen, Zeitmanagement und Umsatzsteuer sind nur einige Punkte, mit denen der nebenberuflich Selbstständige tagtäglich konfrontiert sein wird und die er aus dem Effeff beherrschen muss.




Wechsel von der nebenberuflichen zur Vollzeit-Selbstständigkeit ist jederzeit möglich

Eventuell steht nach einiger Zeit der Wechsel in die Vollzeitselbstständigkeit an.

Dann muss die Geschäftsidee vielleicht angepasst werden, es muss eventuell noch einmal ein Kredit als Selbstständiger aufgenommen werden oder es wird ein Partner mit an Bord geholt.

Die Vorbereitung auf die Vollselbstständigkeit durch die vorherige Selbstständigkeit in Teilzeit ist vorteilhaft, denn damit ist es teilweise sogar möglich, sich seinen eigenen Arbeitsplatz –und bereits zu Beginn der Vollzeittätigkeit – den Platz auf dem Markt zu sichern.

Autor: Jürgen Busch


Wer schreibt hier?
Bernhard Schaus und ein kleines Team arbeitet an diesem Ratgeber für Selbstständige und Kleinunternehmer seit 2016.
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